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Deutschland / Welt Altmaier: Wollen Klimaschutz-Kids nur den Mathe-Stunden entkommen?
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13:00 12.03.2019
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU): lieber in der Freizeit protestieren. Quelle: www.imago-images.de
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Berlin

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rät den vielen Schülern, die immer freitags für mehr Klimaschutz demonstrieren, ihre Proteste in die Freizeit zu verschieben. Die Schüler wollten sich doch sicher nicht vorwerfen lassen, dass sie nur ihren Mathe-Stunden entkommen wollten, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstag).

Demonstrationen in der Freizeit würden dem Anliegen „sicherlich noch einmal eine ganz neue Durchschlagskraft verleihen“ und ihr ernsthaftes Engagement untermauern, argumentierte Altmaier.

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Schüler und Studenten in Deutschland und aller Welt demonstrieren mittlerweile jeden Freitag während der Unterrichtszeit unter dem Motto „Fridays For Future“ nach dem Vorbild der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Die Demonstrationen sind umstritten, weil manche Schüler deshalb den Unterricht schwänzen.

Lindner: Klimaschutz ist Sache für Profis

FDP-Chef Christian Lindner pflichtete Altmaier bei und plädierte dafür, dass Schüler für die Proteste nicht den Unterricht ausfallen lassen sollten. „In der Unterrichtszeit sollten sie sich lieber über physikalische und naturwissenschaftliche sowie technische und wirtschaftliche Zusammenhänge informieren“, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“.

„Ich bin für Realitätssinn. Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis.“

Schulze: Finde es gut, wenn junge Generation den Mund aufmacht

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) widersprach. „Ich finde es gut, dass diese angeblich so unpolitische Generation den Mund aufmacht und auf die Straße geht“, sagte sie der „Bild am Sonntag“.

Nach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Freitag auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Schülerproteste für mehr Klimaschutz ausdrücklich begrüßt.

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Von dpa/RND

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