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Deutschland / Welt „Fridays for Future“: Junge Aktivisten finden sich besser als die 68er
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Fridays for Future“: Junge Aktivisten finden sich besser als die 68er
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14:50 24.04.2019
Die Aktivisten von „Fridays for Future“ gewinnen seit Monaten weltweit mehr Zulauf. Quelle: Christian Minelli/imago images
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Berlin

Einer der führenden „Fridays for Future“-Aktivisten hält die heutige Umwelt-Bewegung besser für Protest geeignet als die der berühmten Vorgängergeneration: „Ich würde uns mit der 68er-Generation vergleichen“, sagt Jonathan Schreiber den Hamburg-Seiten der “Zeit“. „Nur dass wir viel vernetzter sind, viel organisierter. Wir sind weniger träumerisch, wir sind klarer, konkreter. Und vielleicht haben wir deshalb auch bessere Erfolgschancen.“

Schreiber studiert Soziologie und ist mit 23 Jahren einer der älteren aus dem Organisationsteam der Bewegung in Hamburg. Seine Kollegin Julia Oepen ärgert sich vor allem über die Vorurteile, die über „Fridays for Future“ geäußert werden. „Wir wollen über Inhalte reden, deshalb schwänzen wir zwei Stunden Schule. Ganz viele regen sich auf, weil wir die Schule schwänzen, sagen aber, wir hätten gar keine Inhalte. Das ist absurd“, sagt sie der ZEIT.

Fridays for Future“ hat Aktionen bis September geplant

Nele Brebeck, Sprecherin der Ortsgruppe, ergänzt: „Das Argument, dass wir in unserer Freizeit streiken sollen, ist fehl am Platz. Weil unsere Freizeit zu hundert Prozent der Vorbereitung der Streiks gewidmet ist.“

In Hamburg hat die „Fridays for Future“-Bewegung ihre Aktionen bereits bis in den September geplant. Besonders intensiv wollen sie vor der Europawahl Ende Mai auf die Straße gehen.

Konstantin Wecker zieht Parallelen zur 68er-Bewegung

Der Liedermacher Konstantin Wecker sieht Parallelen zwischen der 68er-Bewegung und den Demonstranten von „Fridays for Future“. Hier zeige sich „eine spannende Jugendrebellion“, sagte Wecker dem MDR. Er sei sicher, dass einige konservative Politiker große Angst davor hätten, dass ein neues 68 entstehen könne.

Konkret kritisierte Wecker FDP-Chef Christian Lindner, der getwittert hatte, dass man von Kindern und Jugendlichen nicht erwarten könne, „bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sonnvolle und das ökonomisch machbare“ zu sehen. Wecker sagte, er unterstütze eine Jugendbewegung, die von sich sagt: „Wir haben ein Recht darauf, unseren Mund aufzumachen.“

Lesen Sie dazu auch: Gleiche Fehler wie 2015? Lindner vergleicht „Fridays for future“ mit Willkommenskultur

Von RND/dpa

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