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Deutschland / Welt Hier erklärt Merz, ob er ins Kanzleramt will
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09:47 20.06.2019
Friedrich Merz, Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU, und Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU, nehmen an der Deutsch-Amerikanischen Konferenz der Atlantik-Brücke und des American Council on Germany teil. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
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Berlin

Die Tage von Angela Merkel als Bundeskanzlerin sind gezählt: In der kommenden Legislaturperiode will sie für den Posten nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch wer traut sich das Amt in der CDU zu? Angela Merkel führte lange Zeit die Partei und das Kanzleramt. Demnach könnte Annegret Kramp-Karrenbauer als derzeitige CDU-Chefin infrage kommen. Doch auch die Ämterteilung ist denkbar.

Immer wieder im Gespräch ist Friedrich Merz. Er verlor in einer Kampfabstimmung um den Posten an der Parteispitze gegen Kramp-Karrenbauer. Doch Merz ist jedoch in der CDU als früherer Unionsfraktionschef beliebt. Beim TV-Talk bei Sandra Maischberger äußert sich Merz nun zur Kanzlerfrage. Denn eine vorzeitige Neuwahl ist durch das schlechte Abschneiden der SPD bei den letzten Wahlen und der Suche nach einer neuen Parteispitze denkbar.

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Maischberger überlegte dementsprechend am Mittwochabend laut: „Also die SPD steigt aus, sagen wir: im September, und dann fängt die CDU an, in einem langen Prozess, sich zu überlegen: Wer ist denn eigentlich unser Spitzenkandidat?“

Merz: „Dann denke ich darüber nach“

Merz versucht sich zunächst um eine Antwort zu drücken: „Zunächst mal haben wir alle personellen Entscheidungen getroffen, die wir treffen müssen...“, sagt er. Doch Maischberger fragt noch einmal nach. „Was ist denn, wenn Frau Kramp-Karrenbauer anruft und sagt: Friedrich, willst du es machen?“ Die Antwort von Merz: „Dann denke ich darüber nach.“

Noch am 12. Juni hatte Merz sich verhaltener positioniert. „Es gibt überhaupt keine Entscheidungsnotwendigkeit und deshalb denke ich auch über diese Frage überhaupt nicht nach“, sagte Merz im SWR2-Tagesgespräch. „Die Bundesregierung ist im Amt und hat erklärt, dass sie im Amt bleiben will.“ Das gelte für Union und SPD. Deshalb verstehe er die Diskussion nicht.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hatte sich zuvor für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als nächste Kanzlerkandidatin der Union ausgesprochen und damit eine Debatte entfacht.

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Von RND/ngo mit dpa

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