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Deutschland / Welt Merz und Kretschmer wollen keine Debatte über Kanzlerkandidaten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Merz und Kretschmer wollen keine Debatte über Kanzlerkandidaten
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15:31 11.06.2019
Friedrich Merz (CDU) will im Moment nicht über den nächsten CDU/CSU-Kanzlerkandidaten diskutieren. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Köln/Hoyerswerda

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz will sich nicht an der Diskussion über den nächsten Kanzlerkandidaten der CDU/CSU beteiligen. Bei einer Buchvorstellung in Köln sagte Merz: „Das ist eine völlig irre Diskussion. Punkt.“

Auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält die Debatte über die Kanzlerkandidatur in seiner Partei für völlig überflüssig. „Diese Frage stellt sich jetzt überhaupt nicht“, sagte Kretschmer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hoyerswerda.

Brinkhaus wirbt für Kramp-Karrenbauer

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte sich zuvor überzeugt gezeigt, dass CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nächste Kanzlerkandidatin der Union wird. Auf die Frage, ob diese rasch ins Kabinett wechseln solle, argumentierte er, die Vorsitzende habe viel zu tun mit der Neuaufstellung der CDU. „Und sie wird auch unsere nächste Kanzlerkandidatin sein. Insofern ist das ihre Entscheidung, was der beste Weg dafür ist.“

Der Chef des CDU-Wirtschaftsflügels Carsten Linnemann sagte: „Formell ist es so: Die Parteivorsitzende hat das Vorschlags- und damit auch das Erstzugriffsrecht. Jetzt sollten wir uns erstmal auf gute Sachpolitik konzentrieren, damit wir die besten Chancen haben, die nächste Wahl auch zu gewinnen.“

Kretschmer plädiert für „Ruhe und Vernunft“

Ähnlich argumentierte Kretschmer. Die Bundestagswahl sei erst 2021, die CDU sollte sich darauf konzentrieren, was sie in den letzten Jahren richtig gemacht habe „der stabile ruhige Partner in dieser Bundesregierung zu sein“.

In einem politischen System, in dem vieles immer hysterischer und Erregungswellen immer höher würden, brauche es Leute, die mit Ruhe und Vernunft die Sachen ordnen. „Das ist die Aufgabe der CDU, darauf soll sie sich konzentrieren.“

Merz gegen CDU-Urwahl

Auf die Frage, wie er dazu stehe, dass der Unionskanzlerkandidat in einer Urwahl ermittelt werden könnte, antwortete Merz: „Ich habe eine ganz grundsätzliche Meinung zum Thema Mitgliederbefragungen, und die ist ziemlich negativ.“ Mitgliederbefragungen könnten eine Partei spalten.

„Was machen Sie denn mit einer Urwahl, wenn es nicht zwei Kandidaten, sondern drei gibt? Machen Sie dann eine zweite Urwahl, wenn das Ergebnis nicht eindeutig war? Oder geht derjenige durchs Ziel, der 40 Prozent bekommen hat und die anderen beiden 30? Also, da stecken so viele Probleme, auch für die Folgezeit, drin, ich bin da kein Freund von solchen Urwahl-Entscheidungen“, betonte Merz. Parteivorstände und Delegierte müssten diese Verantwortung repräsentativ für die Gesamtpartei übernehmen.

Von RND/dpa

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