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Deutschland / Welt Gewerkschaftsbund will „Fridays for Future“ unterstützen – unter einer Bedingung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Gewerkschaftsbund will „Fridays for Future“ unterstützen – unter einer Bedingung
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21:31 07.08.2019
Zwei für Greta und Co.: Die Gewerkschaftsbosse Frank Bsirske (l, Verdi) und Reiner Hoffmann (DGB). Quelle: Gregor Fischer/dpa
Berlin

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt den globalen Klimastreik am 20. September. „Für den DGB ist klar: Die Politik muss beim Klimaschutz aufs Tempo drücken“, sagte eine Sprecherin von DGB-Chef Reiner Hoffmann dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Mit den Worten „Auf einem toten Planeten kann es keine Arbeitsplätze geben“, übernimmt die Gewerkschaft einen zentralen Slogan der Bewegung.

Im Gegensatz zu „Fridays for Future“ legt der DGB aber auch einen Schwerpunkt auf die sozialpolitischen Auswirkungen: „Klimaschutz geht nur sozial. Der Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft ist alternativlos, er muss gerecht gestaltet sein und darf niemanden zurücklassen. Mit einem Paket aus einer ambitionierten Klimaschutzpolitik und einer aktiven Strukturpolitik bietet der Wandel große Chancen für neue und nachhaltige Beschäftigung und gute Arbeit“, sagt die Sprecherin weiter.

„Respekt und Unterstützung“

In vielen Regionen gebe es bereits Gespräche zwischen „Fridays for Future“-Gruppen und dem DGB. Diese sollen ausgebaut werden. „Wer sich mit demokratischen Mitteln für seine politischen Ziele einsetzt und für mehr Klimaschutz demonstriert, verdient Respekt und hat unsere Unterstützung“, stellt die Gewerkschaftssprecherin klar.

Einen Streikaufruf für den Aktionstag wird es dennoch nicht geben. Politische Streiks sind in Deutschland verboten. Daher gelte: „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich mit den Aktionen von ’Fridays for Future’ solidarisieren und an Demonstrationen teilnehmen wollen, sollten das geltende Arbeitsrecht beachten und sich für diese Zeit freinehmen.“

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hatte bereits die rund zwei Millionen Mitglieder der Gewerkschaft aufgerufen, am 20. September mit der "Fridays-for-Future"-Bewegung auf die Straße zu gehen. "Es geht darum, Flagge zu zeigen - wir brauchen ein deutlich konsequenteres Handeln der Politik beim Klimaschutz", sagte Bsirske der Essener "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstag).

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"Fridays for Future" plant am 20. September Demonstrationen in mehr als 100 deutschen und zahlreichen weiteren Städten weltweit.

"Fridays for Future" mit unterschiedlichen Protestformen

In Deutschland werden an diesem Tag die Ergebnisse des Klimakabinetts vorgestellt. Zudem findet am 23. September der UN Climate Action Summit in New York statt. Rund um diese Termine soll nach Angaben von "Fridays for Future" mit unterschiedlichen Protestformen der Druck auf die Politik für konkrete Fortschritte beim Klimaschutz erhöht werden.

Bsirske lobte die Organisationskraft von "Fridays for Future". Hier entwickle sich eine Jugendbewegung, die nachhaltig Wirkung in Deutschland erzielen werde, sagte der Gewerkschafter. Die Schüler und Studierenden tragen nach seinen Worten dazu bei, Klimaschutz und Energiewende anzuschieben.

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Von RND/jps

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