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Deutschland / Welt Hunter Biden steigt aus chinesischer Firma aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Hunter Biden steigt aus chinesischer Firma aus
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07:58 14.10.2019
Hunter Biden im Jahr 2012.
Hunter Biden im Jahr 2012. Quelle: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa
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New York/Washington

Hunter Biden, Sohn von US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden, hat seine Arbeit in der Ukraine und in China gegen die anhaltende Kritik von Amtsinhaber Donald Trump verteidigt. Zudem gab Biden für den Fall des Wahlsiegs seines Vaters 2020 ein Versprechen ab: Er werde nicht für ein aus dem Ausland gesteuertes Unternehmen tätig sein, teilte Hunter Biden über seinen Anwalt George Mesires in einem Internetpost mit.

Am Sonntag (Ortszeit) kündigte Hunter Biden zudem zum Monatsende seinen Rückzug aus dem Verwaltungsrat der von Peking gestützten Privat-Equity-Firma BHR an, um sein Versprechen zu untermauern.

Derweil will sich US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden für den Fall seines Wahlsieges 2020 bestimmte Ethikregeln auferlegen, um Interessenskonflikte zu vermeiden. In einem Weißen Haus unter seiner Führung werde es seinen Familienangehörigen nicht erlaubt sein, Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen oder Regierungen zu unterhalten. Zudem dürften sie kein Büro im Weißen Haus haben oder an Kabinettssitzungen teilnehmen, erklärte Biden am Sonntag bei einem Auftritt in Des Moines im Staat Iowa.

Ein früherer Komiker, der Sohn des Ex-Vizepräsidenten und ein großer Unbekannter: Donald Trump ist nicht der einzige, der im Ringen um ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten im Fokus steht. Wer in der Ukraine-Affäre und auf dem Weg zu einem möglichen Impeachment wichtig war, ist und werden dürfte:

Hunter Bidens Aktivitäten im Ausland stehen im Zentrum von Vorermittlungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump im von den Demokraten dominierten Repräsentantenhaus. In einem Telefonat bat der Präsident seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskji im Sommer, Ermittlungen zu Bidens Familie und der Rolle Kiews bei der US-Wahl 2016 einzuleiten. Die Demokraten sehen in Trumps Vorgehen Machtmissbrauch.

Zudem ermunterte Trump China, Bidens Arbeit in dem Land unter die Lupe zu nehmen. Der Präsident wirft dem Sohn seines möglichen demokratischen Rivalen Joe Biden vor, in der Volksrepublik durch einen Gefälligkeitsdeal 1,5 Milliarden Dollar eingestrichen zu haben. Beweise hat Trump nicht vorgelegt.

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RND/AP