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Deutschland / Welt Irans Präsident Ruhani: Wegen Sanktionen kein Gespräch mit Trump
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10:22 25.09.2019
Der iranische Präsident Hassan Ruhani. Quelle: -/Iranian Presidency /dpa
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Irans Präsident Hassan Ruhani hat ranghohe Treffen mit der US-Regierung von einer Aufhebung der Sanktionen gegen sein Land abhängig gemacht. Solange es die lähmenden Strafmaßnahmen gebe, werde er nicht einmal daran denken, mit US-Präsident Donald Trump zusammenzukommen, sagte Ruhani am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung am Dienstag in New York. Er äußerte sich vor einer kleinen Gruppe amerikanischer Medienvertreter.

UN-Vollversammlung: Trump teilt gegen Iran aus

Kurz darauf hielt Trump seine Rede bei der Generaldebatte, in der er Teheran unter anderem "Blutrünstigkeit" und zunehmende Aggression vorwarf. Zudem forderte er die Weltgemeinschaft auf, den Iran weiter zu isolieren, mit Wirtschaftssanktionen zu einer Aufgabe seines Atomprogramms zu zwingen und gegen seine Serie von Angriffen im Nahen Osten vorzugehen, hinter die seine Regierung Teheran vermutet.

Niemand weiß, was Amerika morgen machen wird.

Irans Präsident Hassan Ruhani

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte versucht, am Rande der UN-Vollversammlung ein Treffen zwischen Trump und Ruhani zu arrangieren - auch aus Sorge um den wackeligen Atompakt von 2015, aus dem Washington im vergangenen Jahr ausgestiegen war. Ruhani dämpfte aber die Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch. "Niemand weiß, was Amerika morgen machen wird", sagte er.

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Macron zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass Voraussetzungen für eine "schnelle Wiederaufnahme von Verhandlungen" zwischen der USA und dem Iran über dessen Atomprogramm und regionale Sicherheit geschaffen worden seien. Nun sei es an Washington und Teheran, "aus diesen Voraussetzungen zu nutzen", sagte Macron vor Reportern. Er äußerte sich nach Treffen mit Ruhani und Trump am Rande der Generaldebatte.

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RND/AP

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