Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Irans Präsident erhöht im Atom-Streit Druck auf Europäer
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Irans Präsident erhöht im Atom-Streit Druck auf Europäer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:12 26.09.2019
Irans Präsident Hassan Ruhani. Quelle: Craig Ruttle/FR61802 AP/dpa
Anzeige
New York 

Irans Präsident Hassan Ruhani hat im Streit um die Fortsetzung des Atom-Abkommens den Druck auf die europäischen Vertragspartner erhöht. "Leider zeigen die europäischen Staaten Unfähigkeit oder mangelnde Bereitschaft, wenn es um konkrete Aktionen geht", sagte Ruhani am Donnerstag bei einer Pressekonferenz am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Es werde weitere Gespräche geben und er hoffe auf eine Lösung, sagte Ruhani weiter. Für den Fall, dass die Europäer nicht zu ihren Versprechen stünden, drohte er aber gleichzeitig mit "weiteren Schritten".

Hintergrund ist der Konflikt um das internationale Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe. Die USA waren 2018 im Alleingang aus dem Abkommen ausgestiegen, um den Iran mit maximalem Druck zu einem Kurswechsel in der als aggressiv erachteten Nahostpolitik zu zwingen. Der Iran reagierte darauf zuletzt mit einem Wiederhochfahren der im Vertrag begrenzten Urananreicherung.

Anzeige

Lesen Sie auch: Irans Präsident Ruhani: Wegen Sanktionen kein Gespräch mit Trump

Zudem droht Teheran mit einer Behinderung des wichtigen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus im Persischen Golf. Erst am Mittwoch hatte sich die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, Russland und dem Iran in einer Erklärung weiter zu dem Abkommen bekannt.

Lesen Sie auch: Merkel würde Gespräch zwischen Westen und Iran begrüßen

RND/dpa