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Deutschland / Welt Kinderlose sollen noch höheren Pflegebeitrag zahlen
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16:46 16.10.2018
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht höhere Beiträge von Kinderlosen zur Pflegeversicherung als gerecht an Quelle: epd-bild/Christian Ditsch
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Berlin

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn denkt darüber nach, von Kinderlosen höhere Beiträge für die Pflegeversicherung zu verlangen. Bereits jetzt würde diese Gruppe stärker in der Versicherung belastet, sagte Spahn im Interview mit dem „Tagesspiegel“. „Das Grundprinzip ist hier richtig.“

Seine Argumentation: Eltern ziehen die künftigen Beitragszahler groß und sichern das System so für die Zukunft. Spahn ergänzt: „Wir können auch präventiv mehr tun, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zumindest hinauszuschieben.“

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Mit dem Pflegevorsorgefonds würden pro Jahr bereits 1,4 Milliarden zur Seite gelegt. „Da ginge mehr, damit auch nach 2030 noch genug Geld da ist, wenn die große Zahl der Babyboomer pflegebedürftig wird“, sagte Spahn.

Spahn äußerte die Idee schon 2014

Die Idee, Kinderlose stärker zu belasten, äußerte Spahn nicht zum ersten Mal. Bereits 2014 formulierte er die Idee in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ – damals in der Rolle des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er werde sich dafür einsetzen, „dass wir die Sparsumme für den Fonds mittelfristig erhöhen. Fair und gerecht wäre es, wenn vor allem die Kinderlosen einen größeren Beitrag zur Vorsorge leisten. Die Eltern, die künftige Beitragszahler großziehen, haben ihren Anteil ja schon geleistet“, sagte er.

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Er könne sich daher vorstellen „dass wir den Beitragssatz für Kinderlose künftig weiter erhöhen und diese zusätzlichen Einnahmen dann in den Fonds stecken. Eine stärkere Belastung der Kinderlosen zur Entlastung der Familien sollte ein generelles Prinzip in der Sozialversicherung werden.“

Von RND/ngo

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