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17:17 17.10.2014
Foto: Noch am Vormittag hatte das philippinische Militär nach den Geiseln gesucht.
Noch am Vormittag hatte das philippinische Militär nach den Geiseln gesucht. Quelle: dpa
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Manila

Der Sender DXRZ mit Sitz in der Stadt Zamboanga strahlte am Freitag ein entsprechendes Interview mit einem Sprecher der islamistischen Gruppe Abu Sayyaf aus. "Wir haben das Lösegeld erhalten", sagte der Abu-Sayyaf-Sprecher, der sich Abu Rami nennt. Zunächst gab es keine offizielle Bestätigung dafür. Erst am Morgen hatten die Terroristen eine Verlängerung für die Frist zur Ermordung ihrer Geiseln verlängert.

Der 72-Jährige, der lange im Rheingau lebte, und seine 55 Jahre alte Lebensgefährtin waren im April während einer Segeltour westlich der Philippinen entführt worden. Die Kidnapper der islamistischen Terror-Organisation hatten vier Millionen Euro Lösegeld verlangt.

In den vergangenen Monaten waren die beiden Geiseln von den Entführern mehrfach vorgeführt worden. In Radio- und Videobotschaften flehten sie dabei um Hilfe. Die Terroristen hatten in den vergangenen Tagen den Radiosender in der Stadt Zamboanga mehrfach genutzt, um ihre Forderungen zu verbreiten.

Abu Sayyaf kämpft im muslimischen Süden der sonst überwiegend katholischen Philippinen für einen eigenen Staat. Die Gruppe hat der IS-Terrororganisation ihre Verbundenheit erklärt. Immer wieder erpresste sie in der Vergangenheit mit Hilfe von Geiseln Geld, um ihren Kampf zu finanzieren.

Für die Freilassung der Deutschen hatte der Sprecher der Gruppe neben der Millionensumme auch mehrfach gefordert, dass Deutschland aufhören müsse, den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak zu unterstützen.

dpa