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Deutschland / Welt Leiter der US-Einwanderungsbehörde gibt ertrunkenem Vater die Schuld
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Leiter der US-Einwanderungsbehörde gibt ertrunkenem Vater die Schuld
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11:25 28.06.2019
Am Ufer des Rio Grande waren die Leichen eines ertrunkenen Migranten und seiner kleinen Tochter gefunden worden. Quelle: Julia Le Duc/dpa
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Washington

Der amtierende Direktor der US-amerikanischen Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsbeörde (USCIS), Ken Cuccinelli, beschuldigt den auf der Flucht ertrunkenen Migranten Óscar Alberto Martínez Ramírez, selbst Schuld an seinem Tod sowie dem seiner Tochter zu sein. Ein Foto, das die beiden Leichen im Rio Grande zeigt, war zuvor um die Welt gegangen.

Die CNN-Journalistin Erin Burnett hatte Cuccinelli gefragt, ob er befürchte, das Bild könne zum Symbol für die Einwanderungspolitik der USA werden. Laut CNN antwortete Cuccinelli daraufhin: „Im Gegenteil.“ Tragödien wie diese würden passieren, weil Leute wie „dieser Vater“ nicht darauf warten würden, das legale Asylverfahren zu durchlaufen.

Der Mann habe stattdessen entschieden, den Fluss zu überqueren. Dabei sei nicht nur er ums Leben gekommen, sondern auch seine kleine Tochter. Solange das Asylsystem der USA für Migranten Anziehungskraft ausübe, würden Menschen sich auf der Flucht weiterhin gefährden. CNN bezeichnet den Republikaner Cuccinelli als Hardliner in Einwanderungsfragen. Seinen Posten bei der USCIS hat er erst diesen Monat angetreten.

Ramírez und seine 23 Monate alte Tochter Valeria sollen ertrunken sein, als sie den Rio Grande in den US-Bundesstaat Texas überqueren wollten. Es wird vermutet, dass der Vater bei dem Versuch starb, das kleine Mädchen aus dem Fluss zu retten.

Von RND/hgw

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