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Deutschland / Welt Maas reist nach Irland und Großbritannien
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Maas reist nach Irland und Großbritannien
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06:47 12.04.2018
Außenminister Heiko Maas (SPD) reist nach Irland und Großbritannien Quelle: imago/photothek
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Berlin

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) reist am Donnerstag zum Antrittsbesuch nach Irland und Großbritannien - in eben dieser Reihenfolge. „Ich werde heute zuerst nach Dublin fliegen. Mir geht es dabei vor allem um die Intensivierung unserer bilateralen Beziehungen“, sagte Maas vor seinem Abflug in Berlin. „Wir wissen, dass Irland vom Austritt Großbritanniens aus der EU besonders betroffen sein wird. Umso wichtiger ist es mir, den irischen Partnern zu vermitteln, dass für uns der Zusammenhalt der EU27 an erster Stelle steht“, betonte Maas.

Am Nachmittag wird Maas im englischen Oxford erwartet, wo er auf Großbritanniens konservativen Außenminister Boris Johnson treffen und die traditionsreiche deutsch-britische Königswinter Konferenz eröffnen wird. „In Großbritannien werde ich mit Boris Johnson über die drängenden internationalen Themen beraten“, sagte Maas. Nach dem mutmaßlich vom Assad-Regime verantworteten Giftgasangriff in der syrischen Stadt Douma dürfte dabei das militärische Vorgehen des Westens in Syrien im Mittelpunkt stehen.

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Begleitet von AfD-Fraktionschefin Weidel

„Für uns ist klar: auch nach dem Brexit brauchen und wollen wir Großbritannien als internationalen Akteur und Teil der westlichen Wertegemeinschaft an der Seite der EU, an unserer Seite wissen“, sagte Maas am Donnerstagmorgen. Dies liege auch im Interesse Großbritanniens.

Erstmals wird Maas auf einer Antrittsreise von Abgeordneten des Bundestags begleitet, darunter AfD-Fraktionschefin Alice Weidel. Als Bundesjustizminister war Maas wiederholt mit Weidel in Streit geraten. Weidel nannte Maas aufgrund des von ihm forcierten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes zur Eindämmung von Hass im Netz einen „Verfassungsfeind“ und „Selbstjustizminister“. Maas warf wiederum der AfD vor, in Teilen ein Fall für den Verfassungsschutz zu sein.

Von Marina Kormbaki