Malu Dreyer ist nun allein an der SPD-Spitze – das kommt auf sie zu
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13:28 01.10.2019
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer führt die SPD nun bis zum Dezember kommissarisch alleine weiter. Quelle: Christoph Soeder/dpa
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Mainz 

Malu Dreyer führt die SPD bis zur Wahl einer neuen Spitze jetzt allein. "Ich möchte den neuen Vorsitzenden ein inhaltlich und organisatorisch gut bestelltes Haus übergeben", sagte Dreyer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz auf die Frage nach den Hauptaufgaben für die restliche Zeit als kommissarische Parteichefin. "Gleichzeitig haben wir in der Koalition das Klimapaket umzusetzen und eine Grundrente zu schaffen, die ihren Namen verdient." Der Parteitag mit Wahl einer neuen Spitze ist vom 6. bis 8. Dezember in Berlin geplant.

Bislang war die kommissarische SPD-Spitze zu dritt

Nach dem Rückzug der beiden anderen kommissarischen Vorsitzenden werde die Arbeitsbelastung natürlich steigen, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. "In den vergangenen Monaten, konnten wir drei - also Manuela Schwesig, Thorsten Schäfer-Gümbel und ich - uns die Aufgaben aufteilen und gegenseitig aushelfen, falls die eine oder der andere einen Termin nicht wahrnehmen konnte", berichtete Dreyer. "Wir drei haben uns gut verstanden, täglich mehrfach zusammengesessen oder telefoniert." Diese "gegenseitige Beratung und die Absprache untereinander" hätten sicher dabei geholfen, Stabilität in die Partei zu bringen.

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Schwesig legte Amt wegen Krebserkrankung nieder

Schäfer-Gümbel tritt wie geplant zum 1. Oktober seinen Posten als Arbeitsdirektor bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit an. Schwesig hatte zuvor eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht und angekündigt, ihr Parteiamt auf Bundesebene niederzulegen. Sie bleibt aber Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Landeschefin.

Mit den Aufgaben wachse jetzt für sie auch die Verantwortung, sagte Dreyer. "Aber davor bin ich noch nie davon gelaufen." Sie werde bis zum Parteitag "sicherlich noch ein paar Male öfter in Berlin sein und mein Terminkalender wird eng getaktet", kündigte die Sozialdemokratin an. "Es ist eine Frage der guten Organisation, mit dem erfahrenen Mitarbeiterstab im Willy-Brandt-Haus aber zu schaffen."

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RND/dpa