Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Merkel mit drittem Zitteranfall – Sorge um Kanzlerin
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Merkel mit drittem Zitteranfall – Sorge um Kanzlerin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:35 10.07.2019
Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Finnlands neuen Ministerpräsidenten. Dabei geschah der Vorfall. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen einen Zitteranfall bekommen. Es geschah in Berlin, als der neue finnische Ministerpräsidenten Antti Rinne in Berlin mit militärischen Ehren empfangen wurde.

Augenzeugen berichteten am Mittwoch, dass sie wieder beim Abspielen der Nationalhymnen auf dem Podium längere Zeit gezittert habe. Diesmal sei der Anfall aber nicht ganz so stark gewesen wie in vorangegangen Fällen.

Ein Regierungssprecher erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur lediglich: „Der Bundeskanzlerin geht es gut, und das Gespräch mit dem finnischen Ministerpräsidenten läuft wie geplant.“

Später äußerte sich Merkel selbst bei einer Pressekonferenz zu dem neuerlichen Vorfall.

Das erste Mal war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, als Merkel den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor dem Bundeskanzleramt in Berlin empfangen hatte. Als die Nationalhymne gespielt wurde, zitterte die Kanzlerin.

Im Video: Erneuter Zitterfall bei Kanzlerin Merkel

Erst als sie die Ehrenformation abschreiten konnte, ging es ihr besser. Damals erklärte Merkel ihr Zittern mit Flüssigkeitsmangel: „Ich habe dann drei Gläser Wasser getrunken, und dann war es wieder gut.“ Ihr Tagesprogramm setze sie damals unbeirrt fort.

Doch nur kurze Zeit darauf der nächste Vorfall – bei der Ernennung von Christine Lambrecht zur neuen Justizministerin im Schloss Bellevue.

Im Video: Zitteranfall bei Merkel im Schloss Bellevue

Ihre Beine schlottern fast zwei Minuten lang, sie legt ihre Arme verschränkt vor ihren Körper. Ein angebotenes Glas Wasser lehnte sie ab. Und auch damals ging es ihr erst besser, als sie sich wieder bewegt hat.

Im Anschluss reiste sie zum G20-Gipfel nach Japan, wo es ihr sichtlich besser ging. Merkel selbst hatte danach lediglich gesagt: „Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen.“ Die Frage, was hinter den Zittervorfällen stecke und ob sie deswegen einen Arzt konsultiert habe, beantwortete die Kanzlerin nicht. Sie könne die Frage verstehen, sagte sie vor Journalisten am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka. „Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut.“

Mehr zum Thema Zitteranfall bei Merkel

Reaktion: Das sagt die Kanzlerin zum dritten Zitteranfall

Im Video: Die Zitteranfälle von Angela Merkel

Szenarien: Was, wenn Merkel ausfällt? Das passiert am Tag danach

Bericht: Merkel erleidet dritten Zitteranfall

Reaktion: Kramp-Karrenbauer äußert sich zu Merkels Gesundheitszustand

Analyse: Ist Angela Merkel noch die stärkste Frau der Welt?

Pressestimmen zum zweiten Zittern: „Sie muss offen darlegen, wie es um ihre Gesundheit steht“

Ferndiagnose: Arzt erklärt Zitteranfall von Angela Merkel

Von RND/das/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zuwanderung könnte einen großen Beitrag zur Belebung ländlicher Regionen leisten. Dafür aber müssten gut ausgebildete, leicht in den Arbeitsmarkt zu integrierende Migranten und wirtschaftsschwächere Gegenden häufiger zueinanderfinden, als sie es bisher tun, stellt das Institut der Deutschen Wirtschaft fest.

10.07.2019

Vor einem Jahr wurde das Urteil im NSU-Prozess gesprochen und Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt. Trotzdem gibt es noch immer viele ungeklärte Fragen. Ein Überblick.

10.07.2019

Laut der deutschen Bundesregierung haben Griechenland und Polen keinen Anspruch auf weitere Reparationsforderungen für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Bundestags-Gutachten stellt dieses Nein nun für Griechenland in Frage.

10.07.2019