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Deutschland / Welt Merkel zu Lübcke-Tat: „Sonst verlieren wir jede Glaubwürdigkeit“
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14:52 22.06.2019
Eine Demonstration gegen rechtsextreme Gewalt in Berlin Quelle: Christoph Soeder/dpa
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Dortmund

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Bekämpfung von gewaltbereiten Neonazis angekündigt. Diese müssten „in den Anfängen bekämpft werden und ohne jedes Tabu“, sagte Merkel am Samstag auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund. „Deshalb ist der Staat hier auf allen Ebenen gefordert, und die Bundesregierung nimmt das sehr, sehr ernst.“

Merkel forderte, mögliche Verbindungen zur rechtsterroristischen Gruppe NSU umfassend aufzuklären und erinnerte an das damalige Versagen der Behörden: „Wir haben den Betroffenen damals Versprechungen gegeben.“ Wenn man jetzt nicht genau nach Verbindungen schaue, „haben wir einen vollkommenen Verlust der Glaubwürdigkeit“, sagte Merkel. „Und das ist natürlich das Gegenteil von dem, was wir brauchen: Vertrauen“.

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Im Video: Mahnwache in der Heimat von Walter Lübcke

Lübcke ist in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im hessischen Wolfhagen-Istha niedergeschossen worden. Es gibt einen dringend Tatverdächtigen, doch viele Fragen sind weiter offen. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

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Von RND/dpa/epd

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