Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Schwesig fordert Tempo bei Dürre-Nothilfen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Schwesig fordert Tempo bei Dürre-Nothilfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:28 17.08.2018
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern vor einem Mähdrescher. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Anzeige
Berlin

„Am Mittwoch muss das Regierungskabinett entscheiden“, sagte Schwesig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Es sei nicht hinnehmbar, dass betroffene Landwirte länger in Ungewissen bleiben. „Die Lage vor Ort ist dramatisch“, so Schwesig. Allein in Mecklenburg-Vorpommern werden die Ernteschäden in diesem Jahr auf 531 Millionen Euro geschätzt. Bundesweit sind Milliardensummen im Gespräch.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will erst die Erntebilanzen aller Bundesländer zur Bewertung vorliegen haben. Erst dann sei zu entscheiden, ob der nationale Notstand ausgerufen und Bundesmittel als Nothilfen eingesetzt werden können. „Sorgfalt muss vor Schnelligkeit gehen, damit die Hilfe die Richtigen erreicht“, so Klöckner.

Anzeige

Schwesig dauert das zu lange. Denn der Nordosten sei besonders stark betroffen. „Die Bundesregierung muss schnell entscheiden“, so die SPD-Frau. Ihr Bundesland habe alle nötigen Daten geliefert und wartet auf grünes Licht aus Berlin: „Dann werden wir mit Vorauszahlungen beginnen“, so Schwesig. Vor allem Tierhalter brauchten schnellstens Hilfe, um Futter zukaufen zu können, sonst drohten Schlachtungen in großem Stil.

Die Landesregierung will bis zu 30 Millionen Euro an Dürre-Hilfen einsetzen. Profitieren können nur Bauern, die über 30 Prozent Ernteeinbußen vorweisen. Vom Bund erwarte sie für den Nordosten dieselbe Summe, so Schwesig. Das Verfahren „muss unbürokratisch sein“, so Schwesig

Von RND