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Deutschland / Welt Mutmaßlicher Anführer von Anschlägen in Sri Lanka bei den Attacken getötet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Mutmaßlicher Anführer von Anschlägen in Sri Lanka bei den Attacken getötet
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17:31 26.04.2019
Soldaten der sri-lankischen Armee sichern das Gebiet um den St. Anthony's Shrine nach einer Explosion in Colombo. Quelle: Lahiru Harshana/ZUMA Wire/dpa
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Colombo

Der mutmaßliche Anführer der Anschläge am Ostersonntag in Sri Lanka wurde nach Behördenangaben bei einer Bombenexplosion in einem Hotel getötet. Er sei bei dem Bombenanschlag auf das Shangri-La Hotel gestorben, teilten die Behörden am Freitag mit. Das Hotel war eines von sechs, die angegriffen wurden. Kirchen waren ebenfalls Anschlagsziel. Mehr als 250 Menschen wurden getötet.

Mohamed Zahran, der Anführer der militanten Gruppe NTJ, sei bei einem der neun Selbstmordanschläge getötet worden, teilte die Polizei bei einem offiziellen Twitter-Konto mit. Zahran war für extremistische Äußerungen in sozialen Medien bekannt.

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Die Polizei ließ auch wissen, dass sie die Nummer zwei von NTJ in Gewahrsam genommen habe. Die militärische Ausbildung der Attentäter sei von jemandem mit der Bezeichnung Army Mohideen ermöglicht worden. Der festgenommene Betreiber einer Kupferfabrik habe Mohideen geholfen, Sprengsätze herzustellen und leere Kartuschen zu kaufen, die vom sri-lankischen Militär verkauft worden seien.

Moscheen der Sufisten möglicherweise Ziel von neuen Anschlägen

Laut Polizei gibt es neue Warnungen vor möglichen Angriffen auf Gotteshäuser. Sie teilte am Freitag auf Twitter mit, dass Islamisten Geheimdienstinformationen zufolge Moscheen der Sufisten angreifen wollten. Der Sufismus ist eine Strömung im Islam mit mystischen Traditionen und Riten. Radikale Islamisten betrachten Sufisten wegen ihrer Toleranz auch anderen Religionen gegenüber als Feinde. Die Sicherheitsvorkehrungen an den Moscheen wurden laut Polizei erhöht.

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Die US-Botschaft in Sri Lanka hatte am Donnerstag vor möglichen weiteren Anschlägen auf Gotteshäuser gewarnt. Diese sollten von Freitag bis Sonntag gemieden werden, twitterte die Botschaft am Donnerstag unter Berufung auf die sri-lankischen Behörden.

Zahl der Todesopfer wurde drastisch nach unten korrigiert

Die Polizei gab zudem an, Verhöre von festgenommenen Verdächtigen hätten ergeben, dass die Attentäter im Ausland Waffentraining erhalten hätten. Unter den Festgenommenen seien der zweite Befehlshaber der einheimischen Terrorgruppe sowie der Bombenbauer. Der Anführer der Gruppe sei bei den Attacken gestorben.

Die Zahl der Todesopfer bei den Selbstmordanschlägen auf christliche Kirchen und Luxushotels am Ostersonntag wurde inzwischen deutlich nach unten korrigiert. Sri Lankas Gesundheitsministerium teilte am Donnerstagabend mit, dabei seien 253 Menschen ums Leben gekommen - zuvor war von 359 Toten die Rede gewesen.

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Die Terrormiliz IS reklamierte die Anschläge für sich. Die Echtheit der Nachricht ließ sich nicht unabhängig überprüfen. Als Täter macht Sri Lanka eine einheimische Islamistengruppe verantwortlich, die aber Hilfe aus dem Ausland bekommen haben müsse.

Von RND/AP/ngo

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