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Deutschland / Welt Nach Attentat auf Jungen (8) am Gleis in Frankfurt: Seehofer bricht Urlaub ab
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nach Attentat auf Jungen (8) am Gleis in Frankfurt: Seehofer bricht Urlaub ab
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18:05 29.07.2019
Horst Seehofer unterbricht seine Ferien: Nach dem tragischen Tod eines Jungen in Frankfurt will er sich mit den Sicherheitsbehörden austauschen. Quelle: imago images / Reiner Zensen
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Berlin

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterbricht wegen der Tötung eines achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof seinen Urlaub. „Angesichts mehrerer schwerwiegender Taten in jüngerer Zeit“ wolle er die Chefs der Sicherheitsbehörden treffen, erklärte der Minister per Mitteilung. Am Dienstag wolle er die Öffentlichkeit informieren.

Er sei tief bestürzt über den Vorfall in Frankfurt, teilte Seehofer mit. Er wünsche Angehörigen und Freunden des getöteten Jungen Kraft. „Die Hintergründe für das abscheuliche Verbrechen sind derzeit noch unklar. Es ist jetzt die Aufgabe der Ermittlungsbehörden, diese schnellstmöglich und umfassend aufzuklären“, so Seehofer. „Der Täter wird für die Tat mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu Verantwortung gezogen werden.“ Soweit nötig stelle er dem Land Hessen jede Unterstützung etwa der Bundespolizei oder des Bundeskriminalamts zur Verfügung.

Zugleich warnte Seehofer jedoch vor vorschnellen Schlussfolgerungen. „Ich nehme zur Kenntnis, dass in Teilen der Öffentlichkeit bereits jetzt eine Bewertung des Sachverhalts vorgenommen wird“, erklärte Seehofer am Montag. Das sei seriös aber erst möglich, wenn die Hintergründe aufgeklärt sind, betonte der Minister.

Mann stieß Jungen in Frankfurt vor einfahrenden ICE

Was war passiert? Ein Mann hatte einen Jungen am Montag im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Das Kind starb, der Tatverdächtige wurde festgenommen. Der Mann soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben. Die Mutter und die andere Person konnten sich retten. Der 40 Jahre alte Tatverdächtige kommt laut Innenministerium aus Eritrea.

Der Fall erinnert an eine Attacke, die sich vor gut einer Woche in Voerde in Nordrhein-Westfalen ereignete: Dort hatte ein Mann eine Frau an einem Bahnhof vor einen Zug gestoßen und so getötet.

Göring-Eckardt: „Was für eine heimtückische, entsetzliche Tat“

Nicht nur Horst Seehofer zeigte sich betroffen von dem Attentat in Frankfurt. Auch andere Politiker reagierten mit Entsetzen. „Was für eine heimtückische, entsetzliche Tat, ein unschuldiges Kind aus dem Leben zu reißen“, schrieb etwa die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, am Montag bei Twitter. „Meine Gedanken sind bei der Mutter und den Angehörigen des Jungens. Es ist einfach nur schrecklich.“

Von RND/dpa/epd

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