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Deutschland / Welt Ostdeutsche CDU dementiert Berichte über Wahlkampfauftritte von Maaßen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ostdeutsche CDU dementiert Berichte über Wahlkampfauftritte von Maaßen
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10:12 26.04.2019
Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, ist einer der prominentesten Kritiker Merkels. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Berlin

Alle paar Wochen meldet sich Hans-Georg Maaßen mit seiner Kritik zu Wort: Unter Parteichefin Angela Merkel seien die Werte der CDU auf der Strecke geblieben. Vor allem mit ihrer Flüchtlingspolitik habe die Kanzlerin dem Land und der Partei geschadet.

Nun meldet Focus Online unter Berufung auf „informierte Kreise“, Maaßen werde im Sommer in den Landtagswahlkämpfen in Sachsen und Brandenburg auftreten. Er werde sich „für die CDU in den anstehenden Wahlkämpfen in Ostdeutschland engagieren“, schreibt die Internet-Seite ohne weitere Details zu nennen.

Sollten die Landesverbände Maaßen als Wahlkämpfer einladen, wäre dies eine Distanzierung von Merkel, die weit über die vorsichtige Kurskorrektur durch die neue Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hinaus ginge.

Die Landesverbände dementieren

Zumindest in der offiziellen Wahlkampfplanung der Landesverbände kommt Maaßen allerdings nicht vor. Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Vom Landesverband wurde er nicht angefragt.“ Dies werde auch so bleiben. Der Geschäftsführer der Sachsen-CDU, Conrad Clemens, sagte dem RND zur Frage nach Auftritten Maaßens im Landtagswahlkampf : „Die sächsische Union hat keine geplant.“

Auftritte Maaßens auf Veranstaltungen einzelner Landtagsabgeordneter oder auf Einladung von Untergliederungen der CDU sind dadurch nicht ausgeschlossen.

Der Sprecher der rechtskonservativen Werteunion, Alexander Mitsch, sagte dem RND, es gebe viele Anfragen von örtlichen Verbänden und Landtagskandidaten nach Terminen mit Maaßen. Maaßen, der seit langem CDU-Mitglied ist, ist der Werteunion vor einigen Wochen beigetreten.

Nachdem Maaßen vergangenes Jahr in Folge einer Kontroverse über seine Äußerungen zu rechtsextremistischen Ausschreitungen in Chemnitz seinen Job als Verfassungsschutzchef verloren hatte, hatte die AfD ihm eine Parteimitgliedschaft angetragen.

Von RND/vat

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