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Deutschland / Welt Trauer um Kofi Annan: „Werden die Kraft seiner Kämpfe nie vergessen“
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16:16 18.08.2018
Weltweite Trauer um Kofi Annan. Quelle: AP Photo/Mary Altaffer
Genf

Die Welt trauert um Kofi Annan. Der am Sonnabend gestorbene ehemalige UN-Generalsekretär sei ein Vorreiter für das Gute gewesen, erklärte sein Nachfolger António Guterres. „In diesen turbulenten und schwierigen Zeiten hat er immer weiter daran gearbeitet, die Werte der UN-Charta mit Leben zu erfüllen.“ Sein Vermächtnis werde eine wahrhafte Inspiration für alle bleiben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich betroffen über den Tod des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gezeigt. „Er hatte die besondere Gabe, sich des Leids eines jeden Einzelnen ebenso anzunehmen wie den großen Fragen der internationalen Ordnung“, schrieb Steinmeier in einem Kondolenzbrief an den amtierenden UN-Generalsekretär António Guterres. Annan sei ein „herausragender Staatsmann im Dienste der Weltgemeinschaft“ gewesen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gab ihrer Trauer schriftlich Ausdruck. Annan habe sie und viele andere „mit seinen Ideen, seinen aufrechten Überzeugungen und nicht zuletzt seinem Charisma“ inspiriert, teilte sie mit. Er sei ein „herausragender Staatsmann im Dienste der Weltgemeinschaft“ gewesen.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron würdigte die Lebensleistung Annans. „Wir werden weder seinen ruhigen und entschlossenen Blick noch die Kraft seiner Kämpfe vergessen“, teilte Macron am Samstag auf Twitter mit.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin würdigte die Verdienste von Kofi Annan um die Vereinten Nationen. „Besonders bedeutend war sein persönlicher Beitrag zum Ausbau des friedenserhaltenden Potenzials der UN und zur Beilegung einer Reihe regionaler Konflikte“, schrieb Putin in einem Beileidstelegramm, das der Kreml am Samstag in Moskau veröffentlichte. „Die Russen werden im Herzen immer seiner gedenken.“

„Inbegriff menschlichen Anstands und Würde“

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, lobte Annan als Inbegriff menschlichen Anstands und Würde. „In einer Welt voller Anführer, die weder das eine noch das andere repräsentieren, wird der Verlust für die Welt nur noch schmerzlicher.“

In seinen zehn Jahren an der Spitze der Vereinten Nationen galt Kofi Annan als das moralische Gewissen der Welt. 1997 zum UN-Generalsekretär berufen, setzte sich der Ghanaer mit Charisma und diplomatischem Geschick für Arme und Unterdrückte ein. Er warb für Frieden und Gerechtigkeit und bot den USA im Streit um den Irakkrieg die Stirn. Am Samstag ist Annan im Alter von 80 Jahren gestorben.

Annan war nach Angaben seiner Stiftung in Genf am Samstag nach kurzer Krankheit friedlich eingeschlafen. Annan wurde 80 Jahre alt. Seine Familie, neben seiner Frau Nane die drei Kinder Ama, Kojo und Nina, hätten die letzten Tage an seiner Seite verbracht.

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Von RND/dpa/epd