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Deutschland / Welt Rezo wettert gegen „Stalker“ – und eine Ministerin
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20:14 05.06.2019
Youtuber Rezo hat den Eindruck, dass „professionelle Stalker“ ihm nachspionieren. Quelle: Privat/dpa
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Aachen

Tagelang trieb der Youtuber Rezo die Union mit seinem Video („Die Zerstörung der CDU“) vor sich her. Seither kennt fast jeder den Mann mit der blauen Haartolle – aber wie er mit bürgerlichem Namen heißt, oder wo genau er wohnt, wissen nur wenige. Und das hat seinen Grund: Dem Youtuber ist seine Privatsphäre heilig. Nun wütet er auf Twitter gegen „professionelle Stalker“, die ihm nachspionieren. Zuvor hatte er sich Julia Klöckner (CDU) vorgenommen.

„Ich weiß nicht, welche ,Zeitung’ professionelle Stalker dafür bezahlt, in meiner Straße abzuhängen, und mir ,unauffällig’ nach zu spionieren, wenn ich aus dem Haus gehe aber: Sucht euch neue, die sind sau auffällig“, schrieb Rezo in dem digitalen Netzwerk. „Außerdem zu teuer, weil ich eh fast nie aus dem Haus gehe“, setzte er hinzu.

Kurze Zeit später schreib er ironisch-genervt: „Ich hoffe doch sehr, dass sich diese Leute nicht die Nacht um die Ohren schlagen. Denn heute Nacht werde ich irgendwann zum Dealer gehen, mir ne Hand voll MDMA ballern und dann im Park Omas umschubsen. Puh.. wäre echt kritisch, wenn die so lange wach bleiben und das dann sehen...“

Wen genau Rezo meint und was vorgefallen ist, ließ der 26-Jährige selbst offen. Auf die Frage eines Followers, ob Stalking nicht strafbar sei, antwortete er: „Nein. Sind ja nur Leute, die ,zufällig’ da sind, mir ,zufällig’ hinterherlaufen, ,zufällig’ stehen bleiben, wenn ich das mache, sich ,zufällig’ um 180 Grad nach mir umdrehen, während sie so tun als würden sie niesen, und ,zufällig’ mit ihrem Auto nicht wegfahren. Sind nur Zufälle...“

Der Blogger und Journalist Tilo Jung, Kopf hinter dem populären Youtube-Format „Jung & Naiv –Politik für Desinteressierte“, hat offenbar einen Verdacht. Jung gilt als ein Mentor von Rezo, dieser bezog sich in seinem CDU-Video mehrfach auf ihn. Jung schrieb unter Rezos Tweet sarkastisch: „bei der @bunte nennt man das Recherche ... Wovon du ja noch nie was gehört hast!! die wollen nur aufklären über deine Machenschaften!!“

Rezos Hinweis auf Werbung bringt Julia Klöckner in Erklärungsnot

Bereits einige Stunden vor seinem Stalker-Tweet hatte Rezo auf Twitter zugeschlagen. Sein „Opfer“: Julia Klöckner (CDU), Bundeslandwirtschaftsministerin. Diese war bereits Anfang der Woche in einem Video mit dem Nestlé-Vorstandschef Marc-Aurel Boersch aufgetreten und hatte es in dem Netzwerk hochgeladen.

Darin lobte sie den Konzern für die Reduzierung von Fett und Zucker in ihren Lebensmitteln. Besonders viele Klicks hatte das Video nicht – bis Rezo es entdeckte. Er kommentierte das Filmchen am Mittwochmittag trocken mit den Worten: „Fun Fact: Hätte ich exakt diesen Tweet mit genau so einem Video gepostet, hätte ich es als #Werbung kennzeichnen müssen.“ Rezos Tweet wurde mehr als 1200 mal geteilt und erhielt entsprechende Aufmerksamkeit.

Was dann geschah, lesen Sie hier:
Shitstorm gegen Julia Klöckner nach „Werbevideo für Nestlé

 

 

 

Von Christian Burmeister/RND

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