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Deutschland / Welt SPD-Politiker Kämpfer bleibt Kieler Oberbürgermeister
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20:33 27.10.2019
Ulf Kämpfer, Kieler Oberbürgermeister, bekommt einen Kuss von Ehefrau Anke Erdmann. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Kiel

Der SPD-Politiker Ulf Kämpfer hat die Kieler Oberbürgermeisterwahl gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt am Sonntag im ersten Wahlgang nach vorläufigem Ergebnis 65,8 Prozent der Stimmen. "Ich war optimistisch", sagte Kämpfer am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Aber dass es jetzt so klar ist, das hätte ich nicht gedacht." Die neue Amtszeit des 47-Jährigen beträgt sechs Jahre. Er ist seit 2014 Verwaltungschef in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt.

Kämpfer hatte drei Gegenkandidaten. Der von der Union ins Rennen geschickte Gymnasiallehrer Andreas Ellendt (55) kam auf 20,3 Prozent. Für den Linken-Politiker Björn Thoroe stimmten 9,1 Prozent. Florian Wrobel (Die Partei) erhielt 4,8 Prozent.

Alle Informationen zur OB-Wahl iin Kiel bei den "Kieler Nachrichten"

Kämpfer sagte zu seiner Wiederwahl, "das ist eine große Ehre, die ich in aller Demut entgegen nehme und ich strenge mich nochmal richtig, richtig an die nächsten sechs Jahre". Bereits bei seiner ersten Wahl zum Oberbürgermeister im März 2014 hatte er sich im ersten Wahlgang durchgesetzt. Sein Ergebnis von damals konnte der SPD-Politiker am Sonntag aber noch steigern. 2014 war er auf 63,1 Prozent der Stimmen gekommen.

Der unterlegene Herausforderer Ellendt sagte zu seinem Ergebnis: "Das freut mich natürlich nicht. Ich hätte mir mehr erwartet." Die Stimmung habe er im Wahlkampf anders wahrgenommen. "Ich muss mit diesem Ergebnis leben." Aber in der Politik müsse man auch verlieren können. Er gratulierte Kämpfer zu seinem Wahlsieg.

Rund 194 000 Kieler waren zur Oberbürgermeisterwahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei 38,0 Prozent. Vor fünf Jahren hatte sie noch 45,8 Prozent betragen, 2012 nur 35,8 Prozent.

Vor seiner ersten Wahl zum Oberbürgermeister war Kämpfer in Schleswig-Holstein Staatssekretär im Umweltministerium unter dem damaligen Ressortchef Robert Habeck (Grüne).

RND/dpa

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