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Deutschland / Welt SPD verwechselt eigenen Wahlslogan
Nachrichten Politik Deutschland / Welt SPD verwechselt eigenen Wahlslogan
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17:09 22.05.2017
„Zeit für mehr Gerechtigkeit“: SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz. Quelle: imago/Agentur 54 Grad
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Berlin

Titel von Wahlprogrammen haben oft etwas Beliebiges. Irgendwas mit Gerechtigkeit darf gerne vorkommen, auch „gemeinsam“ ist ein beliebtes Wort. Außerdem muss Aufbruch signalisiert werden, und besser soll es auch werden im Land. Als der SPD-Vorstand am Montagmittag den Leitantrag im Willy-Brandt-Haus vorstellte, wurde es allerdings arg beliebig mit der Phrasendrescherei. „Mehr Zeit für Gerechtigkeit“, hatten die Parteioberen das frisch ausgedruckte Eckpunkte-Programm überschrieben, das SPD-Generalsekretärin Katarina Barley an die Journalisten verteilte. Eigentlich eine ganz schöne Forderung, aber eben doch eine andere, als die, mit der SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz seit Monaten für seine Partei und sich selbst wirbt. Der Slogan hieß nämlich bisher „Zeit für mehr Gerechtigkeit“.

Hatte der SPD-Vorstand also über Nacht eine programmatische Neuausrichtung vorgenommen für mehr Muße in rastloser Zeit? Generalsekretärin Katarina Barley erklärte am Montag auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland, es handele sich um eine ärgerliche Panne – geschuldet ausgerechnet der wenigen Zeit. Man habe am Wochenende „eine hohe dreistellige Zahl von Änderungsanträgen“ bearbeiten müssen und Tag und Nacht durchgearbeitet. Bei dieser „Herkulesaufgabe“ seien die Worte des Titels offenbar verdreht worden.

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Bis zum Parteitag am 25. Juni werde der Titel des Programms korrigiert, so dass es bei der SPD wieder um „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ geht, versprach die Generalsekretärin. Diesmal haben sie ja etwas mehr Zeit.

Von nies/dsc/RND