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Deutschland / Welt Brandenburger SPD-Spitzenkandidat Simon Vaut soll zu Privatleben gelogen haben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Brandenburger SPD-Spitzenkandidat Simon Vaut soll zu Privatleben gelogen haben
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11:48 26.03.2019
Simon Vaut (40) wurde auf der Landesdelegiertenkonferenz zum SPD-Kandidaten für die Europawahl am 26. Mai 2019 gewählt Quelle: SPD Brandenburg
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Potsdam

Der Spitzenkandidat der Brandenburger SPD für die Europawahl, Simon Vaut, hat offenbar falsche Angaben zu seinen Wohn- und Lebensverhältnissen gemacht. Das berichtet der private Fernsehsender SKB aus Brandenburg/Havel. Demnach soll der 40 Jahre alte gebürtige Hamburger gar nicht wirklich in der Havelstadt gewohnt haben, sondern in Berlin. Eine Wohnung in der Brandenburger Kurstraße habe er gar nicht bewohnt.

Eine Freundin habe Vaut erfunden, um ein Familienleben vorzutäuschen, heißt es in dem Beitrag. Die junge Bekannte – Vaut soll sie wider besseren Wissens als Brandenburgerin ausgegeben haben - habe er sogar mit zum Parteitag gebracht und sich dort mit ihr ablichten lassen.

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Frau soll Lügen offengelegt haben

Zuvor habe er sich in einer privaten Online-Unterhaltung gewünscht, die junge Berlinerin möge ab und zu seine Hand halten. Dazu liegen dem SKB angeblich Chat-Protokolle vor. Die Frau soll sich dem Sender offenbart haben, weil sie nicht Teil einer Lügengeschichte sein wollte, so sinngemäß der Sender.

Ministerpräsident und Parteichef Dietmar Woidke (SPD) rückte am Dienstagmorgen von Vaut ab: „Ich bin persönlich enttäuscht“, sagte er in Potsdam. „Wenn die Vorwürfe zutreffend sind, wovon ich zum jetzigen Moment ausgehen muss, dann erwarte ich, sollte er ein Mandat erreichen, auf dieses Mandat verzichtet.“

Vaut hatte sich beim Nominierungsparteitag überraschend gegen die ehemalige Juso-Vorsitzende Maja Wallstein durchgesetzt. Woidke hatte Wallstein favorisiert.

„Heimat gibt es auch im Plural“

Nach eigenen Angaben hat Vaut 2003 sein Diplom an der Uni Potsdam gemacht. Außerdem schreibt er auf seiner Homepage: „Geprägt hat mich auch meine, Zeit als Referent im Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales und Frauen, das in seiner Kultur bis heute von Regine Hildebrandt geformt ist.“ Der Kandidat beschreibt auch, was er unter Heimat versteht: „Heimat gibt es auch im Plural, hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier einmal gesagt. Für mich gilt das.“

Vaut hat als Redenschreiber für Ex-SPD-Bundeschef Sigmar Gabriel gearbeitet, zuletzt war er Referent im Bundeswirtschaftsministerium.

Von Ulrich Wangemann