Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Waffenruhe erweist sich als brüchig
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Waffenruhe erweist sich als brüchig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 24.06.2014
Soldaten der ukrainischen Armee vor ihrer Abreise in die Ostukraine. Quelle: EPA/Roman Pilipey/dpa
Anzeige
Donezk

Im Ukraine-Konflikt hat sich die von beiden Seiten ausgerufene Waffenruhe zunächst als brüchig erwiesen. Die Regierungskräfte warfen den prorussischen Separatisten den Beschuss von Straßenposten bei Slawjansk vor. Dabei sei aber niemand verletzt worden, sagte Armeesprecher Wladislaw Selesnjow am Dienstag.

Die Aufständischen beschuldigten ihrerseits das Militär, Stellungen der „Volkswehr“ bei Lugansk unter Feuer genommen zu haben. Es habe einen Toten und einen Verletzten gegeben. Die Separatisten hatten sich am Montag einer Feuerpause der Regierung angeschlossen. Die bis Freitag dauernde Waffenruhe soll zum Dialog genutzt werden.

Anzeige

Russlands Vizeaußenminister Grigori Karassin rief die Führung in Kiew zu weiteren Gesprächen mit den militanten Gruppen im Osten auf. Die von beiden Seiten ausgerufene Feuerpause sei ein „vielversprechender Anfang“, sagte der Diplomat der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Im Ringen um Frieden für die Ostukraine traf Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Morgen in Kiew Regierungschef Arseni Jazenjuk. Zuvor hatte der SPD-Politiker in der ukrainischen Hauptstadt mit der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini gesprochen.

Mit einem Mandat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte Tagliavini an den Gesprächen mit den Aufständischen am Montag in Donezk teilgenommen. Dabei verständigten sich beide Seiten auch auf die Freilassung von Geiseln. In der krisengeschüttelten Region werden seit fast einem Monat zwei Beobachterteams der OSZE vermutlich von Separatisten festgehalten.

Steinmeier wollte in Kiew auch mit dem prowestlichen Präsidenten Petro Poroschenko über die Lage in der Ex-Sowjetrepublik sprechen.

dpa