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Deutschland / Welt So reagiert die CDU auf den selbst ernannten Zerstörer Rezo
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13:01 22.05.2019
Youtube-Star Rezo: „CDU zerstören. Quelle: Scrennshot/Youtube
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Berlin

Youtuber Rezo hat sich mit der CDU angelegt und die Regierungspolitik der Partei in einem fast einstündigen Video verrissen. „Zerstörung der CDU“ lautet der Titel der Polemik, in der der junge Mann darlegt, warum die Partei aus seiner Sicht für seine Generation nicht wählbar sei.

Die Liste der Kritikpunkte ist lang. CDU-Leute würden lügen, behauptet Rezo. Ihnen fehle die grundsätzliche Kompetenz für ihren Job. Sie machten Politik für Reichen und gegen Arme. Sie seien augenscheinlich an verschiedenen Kriegsverbrechen beteiligt. Vor allem aber befördere die Partei mit ihrer Politik den Klimawandel und zerstöre so nach Meinung von „zig tausenden deutschen Wissenschaftlern“ die Zukunft der Erde.

Starker Tobak, den man in der Partei offenbar erst Mal verdauen musste. Es dauerte Tage, ehe die CDU auf den Verriss reagierte. Erst angesichts von inzwischen mehr als drei Millionen Videoabrufen setzte sich im Konrad-Adenauer-Haus die Überzeugung durch, dass man die Debatte nicht weiterlaufen lassen könne.

Der CDU-Generalsekretär schlägt zurück

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak kritisierte das Video im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) jetzt scharf. „Rezo verbreitet Falschbehauptungen“, sagte Ziemiak wörtlich. „Er macht von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch. Journalismus ist das aber nicht“, so Ziemiak.

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Der CDU-Generalsekretär wertete das Video, in dem der 26-jährige YouTube-Star der CDU eine zerstörerische Politik vorwirft, als „Schrei nach Journalismus in Deutschland und nach dessen Stärkung“. Diesen brauche es, um Wahres von Unwahrem zu unterscheiden.

„Ein Journalist lernt früh, dass er für eine Behauptung mindestens zwei Quellen benötigt; dass er nicht nur Vorwürfe wiedergibt, sondern die andere Seite mit den Thesen konfrontiert und mehrere Meinungen zu einem Thema einholt. Rezo tut all das nicht“, sagte Ziemiak. „Differenzierte Berichterstattung mag manchmal langweiliger wirken – um sich eine fundierte Meinung zu bilden, ist sie aber unerlässlich“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Ziemiak wirft Rezo Skrupellosigkeit zu

Ziemiak betonte: „Rezo hat keine Hemmungen, Dinge im Internet einfacher darzustellen, als sie tatsächlich sind. Wir haben da mehr Skrupel, weil wir wissen, wie komplex viele Fragen sind. Einfache Lösungen verschaffen oft lauten Applaus, helfen am Ende aber nicht weiter.“

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Ziemiak kritisierte weiter, dass der Youtuber keine andere Meinung als die eigene zulasse. „Rezo tut so, als gäbe es überhaupt nur eine einzige richtige Meinung, nämlich seine. Das ist gefährlich“, sagt der CDU-Generalsekretär. „Er wolle vorführen, wie dumm und unfähig angeblich die Politiker und Parteien sein, wolle sich aber auf politische Diskussionen und andere Meinungen überhaupt nicht einlassen.

„Man kann man uns natürlich kritisieren, man kann die CDU wählen oder nicht wählen - aber einfach alle Parteien und Politiker oder die Wählerinnen und Wähler der CDU in einen Sack zu stecken und für dumm oder inkompetent zu erklären, dagegen trete ich entschieden ein“, so Ziemiak weiter. „Populismus, Beleidigungen und falsche Vereinfachungen haben wir in den sozialen Netzwerken und in der Politik leider schon mehr als genug.“

Europawahl 2019 – So werben die Parteien für ihre Kandidaten

Welche Ideen hinter den Wahlplakaten stecken? Prof. Marcus Maurer, Experte für politische Kommunikation an der Uni Mainz, hat sich die „erste Welle“ der Plakat-Motive der Bundesparteien für die Europawahl 2019 angesehen und gibt in der folgenden Bildergalerie eine kurze Einschätzung ab.

Von Marina Kormbaki und Andreas Niesmann/RND

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