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Deutschland / Welt So viel hat das deutsche Afghanistan-Engagement bislang gekostet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt So viel hat das deutsche Afghanistan-Engagement bislang gekostet
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05:59 18.04.2019
Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan während ihres Kampfeinsatzes. Quelle: Can Merey/dpa
Berlin

Das deutsche Engagement in Afghanistan inklusive des Bundeswehr-Einsatzes hat seit 2001 rund 16,4 Milliarden Euro gekostet. Im Jahr 2018 beliefen sich die einschlägigen Ausgaben aus den Etats von Verteidigungsministerium, Auswärtigem Amt, Entwicklungs- und Innenressort auf 770 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Nach Regierungsangaben hat allein der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch bislang 11,9 Milliarden Euro gekostet. Die Ausgaben des Auswärtigen Amtes in Afghanistan seit 2001 belaufen sich auf gut zwei Milliarden Euro, beim Entwicklungsministerium waren es 2,3 Milliarden Euro. Das Bundesinnenministerium investierte in Afghanistan 61 Millionen Euro, aus dem Etat des Agrarministerium floßen 33 Millionen Euro nach Afghanistan, aus dem der Kulturstaatsministerin 34 Millionen Euro. Zu den Ausgaben der Geheimdienste - insbesondere des Bundesnachrichtendienstes - für Einsätze in dem umkämpften Land macht die Bundesregierung öffentlich keine Angaben.

„35 deutsche Soldaten gefallen“

Laut Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine weitere AfD-Anfrage, die dem RND vorliegt, sind während des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch 58 Soldaten ums Leben gekommen. „In Afghanistan sind 35 deutsche Soldaten gefallen“, so das Verteidigungsministerium. An diesem Freitag jährt sich das so genannte „Karfreitagsgefecht“. Drei deutsche Fallschirmjäger waren bei dem Angriff in der Provinz Kunduz getötet worden.

Der AfD-Abgeordnete Springer sagte dem RND, SPD und Grüne hätten einst geglaubt, mit einer Hand voll Soldaten Afghanistan demokratisieren zu können. „Sie sind mit ihren Plänen krachend gescheitert. 18 lange Jahre hat eine kaputtgesparte Bundeswehr für diese politische Fehlleistung nun bereits den Kopf hinhalten müssen“, so der Bundestagsabgeordnete. „Deutsche Sicherheitskräfte haben in Afghanistan nichts verloren. Ich fordere die Bundesregierung auf, den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch zu beenden und unsere Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.“

Ende März hatte der Bundestag mehrheitlich dafür gestimmt, die Bundeswehr für ein weiteres Jahr im Rahmen der Nato-geführten Mission „Resolute Support“ in Afghanistan einzusetzen, vorrangig zur Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte. Union und SPD hatte für die Verlängerung des Einsatzes mit dem Argument geworben, erreichte Fortschritte in Afghanistan dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. Deutschland müsse ein verlässlicher Partner in der Sicherheitspolitik bleiben.

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Von Rasmus Buchsteiner/RND

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