Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Norweger in Russland zu 14 Jahren Lagerhaft verurteilt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Norweger in Russland zu 14 Jahren Lagerhaft verurteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:06 16.04.2019
In Russland in Haft: Frode Berg aus Norwegen. Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa
Anzeige
Berlin

Wegen Spionage für sein Heimatland hat die russische Justiz den Norweger Frode Berg zu 14 Jahren Straflager verurteilt. Richter Andrej Suworow sah es der Agentur Interfax zufolge am Dienstag als erwiesen an, dass der 63-Jährige als Spion über russische Atom-U-Boote Informationen sammelte und gegen Honorar an norwegische Geheimdienstler übermittelte. Der Verdächtige bestritt die Tat, wie sein Anwalt Ilja Nowikow betonte. Er will erreichen, dass Berg den russischen Präsidenten um eine Begnadigung bittet.

Kremlchef Wladimir Putin hatte sich in der vergangenen Woche abwartend zur Frage einer Begnadigung geäußert. Es müsse erst das Urteil abgewartet werden, sagte er auf Nachfrage norwegischer Journalisten in St. Petersburg. Putin hatte dort die norwegische Regierungschefin Erna Solberg während eines Forums zur Entwicklung der Arktis getroffen.

Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert

In der Regel weisen russische Juristen darauf hin, dass für eine Begnadigung ein Schuldeingeständnis notwendig ist. Berg war Anfang Dezember 2017 vom russischen Geheimdienst in einem Moskauer Hotel festgenommen worden .

Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die in der vergangenen Woche auf 14 Jahre Straflager plädiert hatte. Möglich waren in dem Spionagefall nach russischen Medienberichten bis zu 20 Jahre Straflagerhaft. Verteidiger Nowikow hatte Freispruch gefordert in dem international beachteten Prozess.

Von RND/dpa

Wie kommunizieren Extremisten und Terroristen? Und: Hat der Verfassungsschutz ausreichend Möglichkeiten, das zu verfolgen? Es gibt jetzt Bewegung in dieser politischen Frage.

16.04.2019

Brexit-Profiteur Frankfurt: Bundesfinanzminister Scholz will in London ansässige Banken und Fonds vom Standort Deutschland überzeugen. Die Grünen werfen ihm vor, dabei nicht energisch genug vorzugehen.

16.04.2019

In der Diskussion um eine Zwangs-Impfung gegen Masern geht es meist um Kinder. Die Grünen fordern nun, einen digitalen Impfpass einzuführen, sagt ihre Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dem RND. So könne man gegen das viel größere Problem vorgehen.

16.04.2019