Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Strafanzeige gegen US-Bürgerwehr-Anführer: Offenbar Attentate auf Politiker geplant
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Strafanzeige gegen US-Bürgerwehr-Anführer: Offenbar Attentate auf Politiker geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 23.04.2019
US-Präsident Barack Obama und die damalige Außenministerin Hillary Clinton im November 2012. Quelle: dpa/EPA/LYNN BO BO
Anzeige
Las Cruces

Der Kopf einer rechtsextremen bewaffneten US-Miliz soll schon vor Jahren Attentate auf die prominenten Demokraten Barack Obama, Hillary Clinton und den liberalen Milliardär George Soros geplant haben.

Dies geht aus einer Strafanzeige vom Montag gegen den Anführer der selbst erklärten Bürgerwehr United Constitutional Patriots hervor, die nahe der Grenze zu Mexiko Migrantenfamilien aus Zentralamerika festgesetzt hat. Der 69-jährige Milizenchef war am Wochenende in Sunland Park im Staat New Mexiko festgenommen worden.

Lesen Sie auch: USA setzen Tränengas an Grenze zu Mexiko ein

Laut der Strafanzeige soll er 2017 Patriots-Anhängern gesagt haben, dass sie dafür „trainierten, George Soros, Hillary Clinton und Barack Obama zu ermorden, weil diese Individuen die Antifa unterstützen“. Warum damals nach einer Durchsuchung kein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, teilte das FBI nicht mit.

Miliz hielt Migranten nach dem Grenzübertritt fest

Der jüngste Vorwurf lautet auf Besitz von Schusswaffen durch einen Schwerverbrecher. Am Montag erschien der bereits vorbestrafte Verdächtige kurz vor einem Bundesgericht, bei einer weiteren Anhörung kommende Woche in Albuquerque will er auf nicht schuldig plädieren, wie seine Anwältin mitteilte.

Lesen Sie auch: Migranten fürchten sich vor der „Route des Todes“

Videos von bewaffneten Milizenmitgliedern, die Migranten nach deren Grenzübertritt festhalten, hatten massive Kritik ausgelöst. Ein Sprecher der United Constitutional Patriots, Jim Benvie, beklagte, in Medien werde ein verzerrtes Bild von der Gruppe gezeichnet. Dass „wir ein Haufen bewaffneter Verrückter sind und Kinder mit vorgehaltener Waffe festhalten, ist ein falsches Narrativ“, erklärte er in einem Video.

Das Phänomen bewaffneter Bürgerwehren an der Südgrenze der USA ist nicht neu, sondern hält sich seit Jahren, vor allem in Zeiten von steigenden Migrantenzahlen. Doch kommen anders als früher inzwischen sehr viele Kinder illegal über die Grenze. Von 86 Prozent der Festnahmen durch Grenzbeamte rund um das texanische El Paso waren Familien oder unbegleitete Kinder betroffen.

Lesen Sie auch die Reportage von der US-Grenze: Nogales lebt vom Austausch

Von RND/AP/ngo

Drei Jahre in Folge sind die Genehmigungen für Rüstungsexporte zurückgegangen. Mitverantwortlich sind Regelungen aus dem Koalitionsvertrag. Hauptabnehmer waren im ersten Quartal die USA.

23.04.2019

Das zweite Treffen mit Donald Trump war vorzeitig abgebrochen worden, nun steht für Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ein weiterer Gipfel an – diesmal aber mit Russlands Präsident Wladimir Putin.

23.04.2019

Es ist ein beinah absurder Brief an das Europäische Parlament, der da aus Brunei geschickt wurde. In ihm wird die viel kritisierte Todesstrafe gegen Homosexuelle verteidigt – und „Toleranz, Respekt und Verständnis“ eingefordert.

23.04.2019