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Deutschland / Welt Studie zu Gewalt gegen Polizisten empört die Betroffenen
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11:11 19.11.2009
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Quelle: ddp (Archiv)
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Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtete vorab, der Fragenkatalog des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) sorge bei der Polizei für helle Empörung. Die Beamten beklagten tendenziöse Fragen und Gesinnungsschnüffelei.

Die Kritik konzentriere sich auf Fragen an die 260.000 Polizisten in Deutschland nach ihren „innerfamiliären Erfahrungen in der Kindheit“, schrieb die Zeitung. Darin wollten die Forscher wissen, ob die Polizisten als Kinder mit Vater und Mutter geschmust haben, von den Eltern gelobt und getröstet oder aber mit einem Gegenstand geschlagen wurden. Diese Fragen seien besonders wichtig, weil es eine „hohe Bedeutung des elterlichen Erziehungsverhaltens für das spätere Risiko gebe, Opfer von Gewalt zu werden“, zitierte das Blatt aus dem Fragebogen.

Polizisten kritisierten dem Bericht zufolge, damit werde der Forschungsauftrag auf den Kopf gestellt. Aus ihrer Sicht werde letztlich die Frage aufgeworfen, ob Polizisten nicht selbst schuld seien, wenn sie angegriffen werden. Auch seien viele Beamte irritiert, dass sie eine lange Liste von Fragen zu ihren gesellschaftlichen und politischen Ansichten beantworten sollten und eine Art Selbstanalyse gefordert werde.

Der Konflikt wird am Donnerstag auch die Konferenz der Innenstaatssekretäre von Bund und Ländern in Bremen beschäftigen. „Die Irritationen innerhalb der Polizei müssen ausgeräumt werden“, sagte Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) der Zeitung.

ddp

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