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Deutschland / Welt Thüringer FDP zittert: Verbleib im Landtag hängt an einer Stimme
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Thüringer FDP zittert: Verbleib im Landtag hängt an einer Stimme
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14:48 31.10.2019
Der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich. Quelle: imago images/Metodi Popow
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Weimar

Die Liberalen in Thüringen können sich ihrem Einzug in den Landtag nicht mehr so sicher sein. Fünf Stimmen halfen der FDP am Wahlabend über die Fünf-Prozent-Hürde. Doch wie zuerst die „Thüringer Allgemeine Zeitung“ berichtete, hat der Wahlkreisausschuss in Weimar sein Ergebnis für die FDP im Wahlkreis 32 nach unten korrigiert. Der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich verliert somit vier Stimmen, die demnach an die SPD gehen. Waren es für die FDP am Sonntag noch 1662, so sind es nun nur noch 1658 Stimmen.

Puffer schmilzt auf eine Stimme

Der Puffer schmilzt auf eine Stimme und so muss die FDP nun noch einmal um den Einzug in den Landtag bangen, denn weitere Stimmenverluste sind durchaus nicht undenkbar. Aktuell tagen alle Stadt- und Wahlkreisausschüsse, um die Wahlergebnisse noch einmal zu überprüfen. Der Landeswahlausschuss trifft sich derweil am 7. November. Doch die Stimmverluste sind nicht die einzige Sorge der FDP in Thüringen.

Zu allem Überfluss prüft die Staatsanwaltschaft Erfurt eine mögliche Wahlfälschung. Darüber berichtet zuerst der MDR. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hannes Grünseisel, bestätigt dem Sender, dass eine Anzeige gegen den Generalsekretär der Thüringer FDP, Robert-Martin Montag, vorliege. Montag werde vorgeworfen, auf Wahlhelfer, die der FDP nahestünden, Einfluss genommen zu haben. Äußern wollte sich Montag dazu bislang jedoch nicht.

Derweil wies Thomas Kemmerich die Vorwürfe gegenüber dem MDR zurück: „Eine Kommunikation mit Tipps, wie sich FDP-Mitglieder als Wahlhelfer verhalten sollen, hat es von uns nicht gegeben.“

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