Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Trump bleibt Zeitplan für Syrien-Abzug schuldig
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump bleibt Zeitplan für Syrien-Abzug schuldig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 03.02.2019
US-Präsident Donald Trump: „Sie beginnen mit dem Rückzug“. Quelle: imago/UPI Photo
Anzeige
Washington

Für den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Abzug der rund 2000 US-Soldaten aus Syrien gibt es noch immer keine klare Zeitvorgabe. „Sie beginnen mit dem Rückzug“, sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des Senders CBS. „Sie werden zu unserer Basis im Irak verlegt und schließlich werden einige nach Hause kommen“, sagte Trump. „Aber wir werden dort sein und wir werden bleiben“, fügte er hinzu. „Wir müssen Israel beschützen.“

Die US-Präsenz im Irak diene auch der Beobachtung des Irans. Auf die Frage, ob er in der Lage sein wolle, den Iran vom Irak aus anzugreifen, antwortete Trump: Nein, er wolle in der Lage sein, den Iran zu beobachten. Die Einschätzung der US-Geheimdienste, der Iran arbeite derzeit nicht an Atomwaffen, zweifelte er erneut an. „Ich erlaube mir, mir mein eigenes Bild zu machen.“

Der auf Geheimdienstinformationen beruhende Irak-Feldzug sei einer der größten Fehler in der Geschichte der USA gewesen. Allerdings war sein eigener Sicherheitsberater John Bolton damals eine der treibenden Kräfte für den Einsatz im Irak.

Trump sagt, die Taliban in Afghanistan wollten Frieden

Trump äußerte in dem Interview auch die Hoffnung, den 19 Jahre währenden Einsatz in Afghanistan zu beenden. Trump bezeichnete es als Option, die Zahl der US-Soldaten in Afghanistan zu reduzieren, aber geheimdienstliche Aktivitäten dort aufrechtzuerhalten.

Ziel sei es, den Konflikt zu beenden und die US-Soldaten nach Hause zu bringen. Er habe die Folgen der Einsätze bei Soldaten in einem Militärkrankenhaus sehen können, betonte der US-Präsident. „Ich sehe, was mit ihnen passiert ist. Ohne Arme, ohne Beine. Sie kommen nach Hause und sind zu völlig anderen Menschen geworden.“

„Wir sind da seit 19 Jahren und es ist Zeit“, betonte er. „Was wir tun, muss an einem bestimmten Punkt zu Ende sein.“ Auch die radikalislamischen Taliban seien müde. „Sie wollen Frieden“, sagte Trump.

Von dpa/RND

Der Machtkampf in Venezuela spitzt sich zu. Und US-Präsident Donald Trump denkt weiterhin darüber nach, militärische Kräfte in das südamerikanische Land zu schicken.

03.02.2019

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sein Konzept für eine neue Grundrente vorgelegt. Es würde bis zu vier Millionen Rentner besserstellen, aber auch Milliardenkosten verursachen. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

03.02.2019

Die Debatte um Gleichberechtigung im Parlament nimmt Fahrt auf. Nachdem Brandenburg die Kandidatenlisten für künftige Landtagswahlen quotiert hat, fordert Justizministerin Katarina Barley eine entsprechende Reform im Bund.

03.02.2019