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Deutschland / Welt Tusk schlägt von der Leyen als EU-Kommissionschefin vor
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16:11 02.07.2019
Laut einem Bericht der Welt soll Ursula von der Leyen die neue Chefin der EU-Kommission werden. Quelle: dpa
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Brüssel

In der Debatte um die neue EU-Spitze will Ratspräsident Donald Tusk Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als Kommissionspräsidentin vorschlagen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Verhandlungskreisen.

Zuvor hieß es bereits in mehreren Medienberichten, dass die deutsche Verteidigungsministerin nach dem Willen von Tusk neue Präsidentin der EU-Kommission werden solle. Dies bestätigten zwei EU-Diplomaten am Dienstag auch der dpa.

Allerdings würden sehr viele Namen debattiert, hieß es. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte auf Anfrage: „Wir kommentieren keine Namen und Zwischenstände.“

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Dass mehr Frauen Spitzenpositionen in der Europäischen Union erhalten sollen, hatten mehrerer europäische Schriftstellerinnen Ende Juni gefordert. „Gleiche Teilhabe liegt in unser aller Interesse“, heißt es in einem Aufruf in der „Frankfurter Rundschau“.

Männer und Frauen gleichermaßen repräsentieren

„Doch noch immer verhalten sich einige so, als wären Frauen eine Minderheit.“ Europa sei stolz auf seine Fortschrittlichkeit. Gehe es aber um die Repräsentation von Frauen in Parlamenten, liege die Europäische Union hinter Ruanda, Mexiko oder Bolivien.

„Wir haben 40 Prozent Frauen im Parlament, 286 Sitze von 751.“ Es sei Zeit, dass wir eine Europäische Union haben, in der die Geschlechter im selben Maße vertreten sind. Frauen und Männer sollten gleichermaßen repräsentiert sein, wenn es um Europas Führung geht.

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Auch für weitere offene Ämter sollten bevorzugt Frauen ins Auge gefasst werden. Den offenen Brief mit dem Titel „Es ist Zeit“ initiierten die Schriftstellerinnen Jagoda Marinic aus Deutschland und Janne Teller aus Dänemark.

Fünf vakante EU-Spitzenposten

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Donnerstag noch nicht auf eine neue Führung der Europäischen Union einigen können. Stattdessen wurde ein Sondergipfel für den 30. Juni vereinbart.

Es geht nicht nur um die Nachfolge von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, sondern noch um vier weitere Spitzenposten: die Präsidenten des Europäischen Rats, des Europaparlaments, der Europäischen Zentralbank und den Posten der EU-Außenbeauftragten.

Von RND/man/dpa

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