Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt USA und China für Abkommen in Kopenhagen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt USA und China für Abkommen in Kopenhagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:12 18.11.2009
US-Präsident Barack Obama mit seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao. Quelle: afp
Anzeige

Obama sagte am Dienstag in Peking nach einem zweieinhalbstündigen Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao, bei dem Treffen in Kopenhagen im nächsten Monat müsse eine Einigung erzielt werden, die unmittelbare Auswirkungen habe und nicht nur eine politische Absichtserklärung sein solle. Hu sagte, China werde dazu beitragen, aber nur im Rahmen seiner Möglichkeiten. Beide Staaten wollten ihre Zusammenarbeit beim Klimaschutz und in Umweltfragen ausbauen, sagte Hu weiter. Obama betonte, als die beiden weltweit größten Energieverbraucher müssten die USA und China eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen um ein neues Klimaabkommen übernehmen. Noch am Sonntag hatten beide Staaten ein konkretes Abkommen in Kopenhagen ausgeschlossen und waren damit weltweit auf Empörung gestoßen.

Die dänischen Gastgeber hoffen beim Kopenhagener Klimagipfel auf konkrete Verpflichtungen der US-Regierung. Zum Abschluss eines zweitägigen Umweltministertreffens in der dänischen Hauptstadt sagte Dänemarks Klimaministerin Connie Hedegaard am Dienstag: „In dem Augenblick, in dem die USA konkrete Zahlen zur Verminderung ihrer Emissionen und für Hilfen an andere mit nach Kopenhagen bringen, wäre das extrem hilfreich für den gesamten Prozess.“
Der niederländische Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, meinte nach dem Umweltministertreffen unter Einschluss der USA, Indiens und Chinas: „Die Vereinigten Staaten sind ein wichtiges, aber bestimmt nicht das einzige Problem. Die Industriestaaten insgesamt müssen sich auf weitergehende Ziele zur Verminderung der Treibhausgase verpflichten als bisher.“

Unterdessen warnten führende Ökonomen am Dienstag vor den Folgen des Klimawandels, und auch die deutsche Industrie sprach sich für ein globales Abkommen aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versicherte vor Beginn der Kabinettsklausur in Meseberg, die Bundesregierung werde sich für anspruchsvolle Klimaschutzziele einsetzen. „Wir müssen alles tun, dass es schnell zu einem verbindlichen Abkommen kommt.“ Auch wenn ein Durchbruch in Kopenhagen nicht gelingen sollte: „So darf das nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden“, mahnte Merkel, die am Vortag bekannt gegeben hatte, dass sie persönlich nach Kopenhagen reist.

Umweltminister Norbert Röttgen sagte beim Vorbereitungstreffen in Kopenhagen, er sehe trotz der gesunkenen Erwartungen an den Gipfel einen Willen zum Erfolg. Es gebe eine „konstruktive, auf Erfolg und Abschluss gerichtete Haltung“ unter den 40 versammelten Umweltministern, darunter auch aus Staaten wie den USA, China und Indien.

Jennifer Loven und Hannes Gamillscheg

Die Bundeswehr verstärkt zu Beginn kommenden Jahres ihre Einsatzkräfte in Nordafghanistan. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Militärkreise in Berlin erfahren hat, sollen mindestens fünf Schützenpanzer vom Typ "Marder" nach Kundus verlegt werden, weil sich die Sicherheitslage dort extrem verschlechtert hat.

18.11.2009

Der Gesundheitsfonds wird in diesem Jahr entgegen allen Erwartungen nicht auf ein Milliardendarlehen des Bundes zur Finanzierung der Krankenkassen zurückgreifen müssen.

Bernd Knebel 18.11.2009

Zehntausende Studenten gehen gegen Bologna-Reform auf die Straße – und Politik und Hochschulen stimmen in die Kritik ein.

17.11.2009