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Deutschland / Welt USA wollen angeblich Truppen in Südafghanistan verdoppeln
Nachrichten Politik Deutschland / Welt USA wollen angeblich Truppen in Südafghanistan verdoppeln
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16:38 29.11.2009
Bislang stehen 68.000 US-Soldaten am Hindukusch. Quelle: afp
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Wie die "Washington Post" berichtet, soll die Zahl der US-Soldaten in der Hochburg der radikalislamischen Taliban im Süden des Landes bereits kurz nach einer Grundsatzrede von US-Präsident Barack Obama zur neuen Afghanistan-Strategie in der kommenden Woche verdoppelt werden. Der britische Premierminister Gordon Brown forderte derweil einen konkreten Zeitrahmen für eine Übergabe von Sicherheitsaufgaben an die afghanische Regierung.

Obama will am Dienstag in einer Rede in der Militärakademie West Point im US-Bundesstaat New York seine neue Afghanistan-Strategie erläutern. Medienberichten zufolge will er dabei auch eine deutliche Aufstockung der bislang 68.000 US-Truppen in dem Land am Hindukusch bekannt geben. Den zusätzlichen Marineinfanteristen in Helmand sollen laut "Washington Post" rund 1000 Armeeausbilder nachfolgen, diese allerdings wohl erst im Februar.

Der britische Premier Brown sagte dem britischen TV-Sender Sky News, bis zur Afghanistan-Konferenz am 28. Januar in London müsse Afghanistans Präsident Hamid Karsai einen "glaubwürdigen Plan" für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte durch internationale Truppen vorlegen. Binnen drei Monaten müsse Kabul einen Vorschlag über eine Polizeireform auf den Tisch legen. Drei weitere Monate später müsse Karsai alle Gouverneure der Provinzen und Bezirke ernannt haben.

Brown verlangte die Ausarbeitung einer Afghanistan-Strategie, damit einheimische Kräfte "Provinz für Provinz" die Sicherheitsaufgaben übernehmen könnten. "Das ist der Ausweg für Afghanistan", sagte der Premierminister. Die Afghanen müssten "mehr Verantwortung" für ihr Land übernehmen.

Bei einem Angriff auf einen Grenzposten in der ostafghanischen Provinz Chost wurden derweil nach Militärangaben 27 Taliban-Kämpfer getötet. Nach der Attacke der Taliban hätten die internationalen Truppen aus der Luft zurückgeschlagen, sagte ein Sprecher der afghanischen Grenztruppen. Die Kämpfe hätten mehrere Stunden gedauert. Die meisten der Getöteten seien ausländische Taliban-Kämpfer gewesen. Ein verletzter Tschetschene sei gefangen genommen worden. Zu Verlusten auf Seiten der Grenztruppen gab es keine Angaben.

Die Provinz Chost grenzt an die Stammesgebiete Pakistans, die als Rückzugsgebiet für die radikalislamischen Taliban und Anhänger der Terrornetzwerks El Kaida von Osama bin Landen gelten.

afp

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