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Deutschland / Welt Bundeswehr soll mit Löschschaum Böden kontaminiert haben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundeswehr soll mit Löschschaum Böden kontaminiert haben
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12:15 16.04.2019
Hat die Bundeswehr ein Problem mit verunreinigtem Boden? Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Berlin

Es sind Zahlen, die aufmerken lassen: Laut Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) ist 18 Liegenschaften der Bundeswehr eine Kontamination mit schädlichem PFC bestätigt. 108 weitere Standorte sollen demnach als Verdachtsfälle gelten, wie der BR mit Verweis auf Gutachten und Messwerte berichtet.

Die Kontaminationen im Boden stammen demnach von Löschschäumen, welche von der Bundeswehr bei Übungen eingesetzt worden seien. PFC, das sind per- und polyfluorierte Chemikalien, die laut Studien teils gesundheitsschädlich sind.

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Schwellenwert teils 400-fach überschritten

Als Beispiel für das PFC-Problem der Bundeswehr nennt den Bundeswehr-Flugplatz Ingolstadt-Manching. Auf dem Gelände sei der Schwellenwert für einen besonders schädlichen PFC-Stoff im Grundwasser teils 400-fach überschritten.

Laut BR hätte die Bundeswehr schon lange von den Problemen mit PFC wissen können. Der Sender zitiert einen ehemaligen Oberstleutnant der Bundeswehr mit der Aussage, schon in den 1980er-Jahren sei unter Feuerwehrleuten bekannt gewesen, dass die Löschschäume problematisch seien. Die Bundeswehr wiederum habe auf Nachfrage mitgeteilt, dass sei ihr nicht bekannt.

Doch ab wann wusste die Bundeswehr dann davon, wie problematisch die Löschschäume sein können? Dies sei auch nach mehreren Anfragen unklar geblieben, berichtet der BR. Die Bundeswehr hat demnach aber mitgeteilt, jederzeit die gesetzlichen Vorgaben beachtet zu haben.

Von RND