Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Bei Ausbildung von Krankenhauspersonal zu sparen, zeugt von reichlich begrenztem Horizont
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bei Ausbildung von Krankenhauspersonal zu sparen, zeugt von reichlich begrenztem Horizont
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:34 12.08.2019
Eine Krankenpflegerin steht im Flur ihrer Station an einem Pflegewagen. Quelle: dpa
Berlin

Es gibt wenige Feststellungen, die so unumstritten sind: Deutschland braucht mehr Pflegepersonal. Krankenhaus-Abteilungen sind so knapp besetzt, dass ein Ausfall die Schichtpläne ernsthaft durcheinander bringen kann. Das merken die Krankenpfleger, die oft nur noch im Galopp durch die Stationen eilen können, von der Arztvisite, zur Patientenaufnahme, zum Blutabnehmen. Das merken die Patienten, an Wartezeiten und gestressten Fachkräften, die keine Minute extra erübrigen können – nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie schlicht keine Zeit haben.

All das ist kein wohl gehütetes Geheimnis, sondern Klinik-Alltag. Umso erstaunlicher ist es, wenn Krankenhäuser darauf verzichten, Fachpersonal auszubilden – die Leute also, die sie selbst immer wieder händeringend suchen.

Von nachhaltiger Planung würden alle profitieren

Natürlich brauchen Auszubildende Betreuung, natürlich ist damit Aufwand verbunden. Das passt möglicherweise nicht in die Finanzplanung der Geschäftsführung von Kliniken, die zunehmend als gewinnorientierte Unternehmen arbeiten. Aber so auf die Sache zu blicken, zeugt von einem reichlich begrenzten Horizont, es ist ein kleinliches und sehr kurzfristig angelegtes Sparen am falschen Ende.

Es funktioniert nun mal nicht, wenn ein Teil einer Gruppe sich immer nur aus dem großen Topf bedient und auf einen eigenen Beitrag verzichtet. Das ist nicht nur unsolidarisch, sondern einfach unklug: Irgendwann ist dann für alle nichts mehr da. Nachhaltige Planung geht jedenfalls anders. Profitieren würden davon alle: Die Patienten, die besser versorgt würden. Die Beschäftigen, die ihren Job mit mehr Ruhe ausfüllen könnten statt von einer Lücke in die nächste zu springen. Und die Krankenhäuser, die etwas sicherer sein könnten, auch mittelfristig genügend Personal zu finden.

Lesen Sie auch: Jedes zweite Krankenhaus könnte geschlossen werden

Von Daniela Vates/RND

Die SPD fordert laut einem Medienbericht deutlich größere Anstrengungen im Kampf gegen den Rechtsextremismus. So will sich die Partei unter anderem für ein rasches Verbot des Neonazi-Netzwerks “Combat 18” einsetzen. Das Bundesinnenministerium zeigt sich zurückhaltend.

12.08.2019

Der Solidaritätszuschlag soll wegfallen - zumindest für die Mehrheit der Deutschen. Diese Pläne von Finanzminister Scholz sind am Wochenende bekannt geworden. Mit Skepsis schauen viele Zeitungen auf die Vorschläge. Die Pressestimmen.

12.08.2019

Die von der SPD angedachte Aufnahme neuer Schulden zugunsten von mehr Klimaschutz stößt bei Kanzlerin Angela Merkel auf Ablehnung. Sie will weiter festhalten an der schwarzen Null. Auch FDP-Chef Christian Lindner warnt vor neuen Schulden.

12.08.2019