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Deutschland / Welt Wie Trump: Briten-Premier Johnson voll des Lobes - für sich selbst
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13:15 29.09.2019
Boris Johnson (l), Premierminister von Großbritannien, und Donald Trump, Präsident der USA, unterhalten sich am Rande des UN-Generalversammlung. Quelle: Evan Vucci/AP/dpa
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London

Der britische Premierminister hat Kritik an seiner Rhetorik im Brexit-Streit mit Londoner Parlamentariern zurückgewiesen. In seinen Aussagen über den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union habe er sich als „Vorbild für Zurückhaltung“ erwiesen, sagte Boris Johnson am Sonntag in der BBC. Seine Umschreibung „Akt der Kapitulation“ für ein Gesetz der Opposition zum Verschieben des Brexit-Datums verteidigte er. Die „beste Sache für das Land und die psychische Gesundheit aller wäre es, den Brexit zu liefern“.

Der Premier war in der vergangenen Woche für seine Wortwahl im Londoner Parlament kritisiert worden. Eine Oppositionspolitikerin berichtete von Todesdrohungen gegen viele Abgeordnete, in denen oftmals Worte des Premiers zitiert würden. Darauf sagte Johnson, er habe noch nie in seinem Leben einen solchen „Humbug“ gehört.

"Es ist eine Schande" - Turbulente Brexit-Debatte nach Zwangspause

In der BBC erklärte er nun, das Wort „Humbug“ habe sich darauf bezogen, dass manche Politiker ihn daran hindern wollten, das Oppositionsgesetz als „Akt der Kapitulation“ zu bezeichnen.

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Nach aktuellem Stand scheidet das Vereinigte Königreich am 31. Oktober aus der EU aus. Unklar ist, ob Brüssel und London vorher noch eine Austrittsvereinbarung finden werden oder ob es zum ungeregelten Brexit kommt.

Johnson ist stolz auf seine Zeit als Bürgermeister von London

Auch was seine persönliche Bilanz als Bürgermeister von London angeht, ist Johnson begeistert. „Ich bin sehr, sehr stolz auf alles, was wir getan haben, und sicherlich auch auf das, was ich als Bürgermeister von London gemacht habe“, sagte er in der BBC. Er habe sich an die Vorschriften gehalten. Johnson war von 2008 bis 2016 Bürgermeister.

Ihm wird vorgeworfen, als Bürgermeister die US-amerikanische Geschäftsfrau Jennifer Arcuri begünstigt zu haben. Es geht dabei um Fördergelder und die Teilnahme an Reisen, von denen die mit Johnson befreundete Unternehmerin profitiert haben soll, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte. Auch Arcuri, die wieder in den USA lebt, wies die Vorwürfe zurück. Die „Sunday Times“ berichtete am Sonntag, dass Johnson mit dem Ex-Model ein Verhältnis gehabt habe.

Es lägen Indizien für eine Straftat vor, teilte die Londoner Stadtverwaltung mit. Bewiesen sei das aber noch nicht. Ob ermittelt werde, müsse die Polizeiaufsicht entscheiden.

Im BBC-Interview verpasste Johnson seinem Nachfolger Sadiq Khan von der oppositionellen Labour-Partei einen Seitenhieb: Der solle sich als Bürgermeister der britischen Hauptstadt lieber um die Polizisten kümmern, als in Pressesprecher zu investieren.

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AP/dpa

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