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Deutschland / Welt Wikileaks gibt Entwarnung: Der Katze von Julian Assange geht es gut
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12:36 14.04.2019
Ein Freund für Jahre in der Abgeschiedenheit: Der Kater von Assange sitzt in der Botschaft an einem Fenster. Quelle: AP Photo/Matt Dunham, File
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Berlin

Fast sieben Jahre lang harrte Wikileaks-Grüner Julian Assange in einem etwa 20 Quadratmeter großen Zimmer aus, in das kaum die Sonne schien. Ein selbstgewähltes einsames Exil mitten in London, das er mit einem Kater teilte. Das Tier kam zu Assange in die Botschaft, als es gerade zehn Wochen alt war.

Nach der Festnahme des Wikileaks-Gründers am Donnerstag (11. April), war zunächst unklar, wie es dem Tier geht. Auch wegen dem Kater hatte es angeblich häufiger Streit in der Botschaft gegeben. Die Angestellten hätten Assange immer wieder ermahnen müssen, er solle sein Bad gründlicher putzen und auf die Hygiene seiner Katze achten, hieß es.

„Beide werden in Freiheit wiedervereint werden“

Nun meldete sich Wikileaks über Twitter zu Wort: „Wir können bestätigen, dass es dem Kater von Assange gut geht.“ Assange habe seine Anwälte bereits Mitte Oktober nach Drohungen gebeten, den Kater aus der Botschaft zu holen.

Fast sieben Jahre lebte Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London, um seiner Festnahme zu entgehen. Nun hat das Land ihn vor die Tür gesetzt - und die britische Polizei schlug umgehend zu. Die USA wollen eine Auslieferung.

„Beide werden in Freiheit wiedervereint werden“, heißt es in dem Tweet weiter. Dazu postete Wikileaks ein 23 Sekunden langes Video, in dem der Kater vor einem Fernseher gezeigt wird, in dem Videoaufnahmen von der Verhaftung des Wikileaks-Gründers laufen.

Mit den Hashtags #FreeAssange und #Noextradition ruft Wikileaks mit dem Video gleichzeitig dazu aus, Assange nicht in die USA auszuliefern.

Unter dem Post teilen zahlreiche Menschen und Katzenliebhaber ihre Anteilnahme an der Verhaftung von Assange und der Trennung von seiner Katze. Einer postet ein animiertes Foto davon, wie eine Katze hinter einem Steuer im Auto sitzt. „Auf dem Weg, den Besitzer zu retten“, steht darunter.

Ein anderer zeigt ein älteres Foto von Assange mit dem Kater als Jungtier. Einige andere teilen ihre Beobachtungen zu dem Kater, wie er auf das Video der Festnahme reagiert. „Der Kater hört auf dem Video die Stimme seines Besitzers und schaut herum, in der Erwartung, ihn zu sehen. Das zerbricht mir das Herz“, lautet eine Beobachtung.

Der Kater wurde eine kleine Social-Media-Berühmtheit, nachdem er mit einem Kragen und einer Krawatte bekleidet im Jahr 2016 an einem Fenster der Botschaft saß und davon ein Foto entstand. Der Kater hat einen unverifizierten Twitter-Account mit 30.000 Followern, schreibt die Huffington Post.

Assange war im Juni 2012 in das Backsteinhaus der ecuadorianischen Botschaft in London geflüchtet. Mit der Aufhebung des Asyls durch Ecuador und der umgehenden Festnahme überschlugen sich nach Jahren des Stillstands diese Woche jedoch die Ereignisse. Die USA wollen eine Auslieferung - also es könnte genau das eintreten, was den 47-Jährigen Zuflucht hinter den Botschaftsmauern suchen ließ.

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Von RND/ngo

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