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Politik Euro-Staaten verteidigen die gemeinsame Währung
Nachrichten Politik Euro-Staaten verteidigen die gemeinsame Währung
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22:00 21.07.2011
Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten haben bei ihrem Sondergipfel einen Durchbruch in der Schuldenkrise erzielt. Quelle: dpa
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Brüssel/Hannover

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten die Marschroute des Gipfels gemeinsam vorbereitet. „Mit diesem Programm wollen wir die Probleme auch wirklich an der Wurzel anpacken“, sagte Merkel beim Gipfel. Die Einigung der 17 Regierungschefs des Euro-Raums bescherte dem Euro am Donnerstag einen Höhenflug. In der Spitze kletterte der Kurs bis auf 1,4401 Dollar. Die Börsen reagierten optimistisch. Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte zum Börsenschluss um 0,95 Prozent im Plus bei 7290 Punkten.

Die Regierungschefs griffen auf Berater aus der Bankenbranche zurück. Nach Brüssel angereist waren der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und der Chef der französischen Geschäftsbank BNP Paribas, Baudouin Prot. Die Euro-Staaten bieten den Ratingagenturen die Stirn: Sollten die Agenturen wegen der Umschuldung und der Beteiligung privater Gläubiger einen vorübergehenden Zahlungsausfall für Athen feststellen, wollen die Euro-Staaten fest bleiben. Die Beschlüsse im Einzelnen:

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  • Der Krisenfonds für finanzschwache Euro-Staaten EFSF soll vorbeugend eingreifen können. Spanien und Italien gelten als Kandidaten. Portugal und Irland werden bereits mit rund 146 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gestützt.
  • Griechenland wird vom EFSF mit frischem Geld versorgt. Der Zinssatz soll 3,5 Prozent betragen. Die Laufzeiten der Kredite sollen von bisher siebeneinhalb auf bis zu 15 Jahre gestreckt werden.
  • Die privaten Gläubiger Griechenlands, also Banken und Versicherungen, sollen griechische Anleihen in neue Bonds mit längeren Laufzeiten tauschen können.
  • Um die Erholung Griechenlands zu unterstützen, will die EU für Athen einen „Marshallplan“. auflegen

Die Nord/LB konnte noch nicht sagen, wie ihr Beitrag zu dem Rettungspaket ausfallen könnte. Ihre Forderungen an Athen betragen 273 Millionen Euro. Da die Bank schon damals nicht mehr damit gerechnet hatte, dass die Griechen ihre Schulden vollständig begleichen, hat sie dafür Vorsorge getroffen – den Betrag nennt sie nicht. Das mit dem Griechenland-Engagement verbundene Risiko für die Bank sei „beherrschbar“, sagte ein Sprecher.

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