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Niedersachsen Altmaier bekommt Gegenwind aus Niedersachsen
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16:20 17.09.2012
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Windpark Alpha Ventus in der Nordsee vor Borkum.
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Windpark Alpha Ventus in der Nordsee vor Borkum. Quelle: dpa
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Aurich

„Der Ausbau der Windenergie an Land darf nicht gebremst werden“, forderte am Montag Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig im ostfriesischen Aurich. Die Energieform müsse dagegen weiter ausgebaut werden, so der Chef des deutschen Marktführers bei Windkraftanlagen.

Nach Ansicht von Niedersachsens Umweltministier Stefan Birkner (FDP) erweckt Altmaier den Eindruck, die Länder planten und bauten Windkraftanlagen. „Das tun aber private Investoren“, sagte Birkner in Hannover. „Die Länder schaffen die Rahmenbedingungen.“ Ob und wo Investoren bauten, hänge von der Höhe der Förderung und vom Standort ab.

Nach Meinung Birkners könne der Bund über die Förderhöhe den Ausbau der erneuerbaren Energie steuern. Der Energie- und Netzausbau müssten jedoch stärker aufeinander abgestimmt werden, damit sie miteinander Schritt hielten. Niedersachsen wolle künftig noch mehr auf den Ausbau der Offshore-Windenergie setzen und auf sogenanntes Repowering, das Ersetzen älterer, kleinerer Windräder durch neuere und größere.

Enercon-Chef Kettwig hält die Ziele der Energiewende nur mit Windenergie an Land als tragender Säule erreichbar. Eine Drosselung des Ausbaus gefährde dagegen die Umsetzung der Wende. Kalkulierbar müssten auch die politischen Rahmenbedingungen bleiben. Verlässliche Bedingungen seien für Betreiber, Investoren und Hersteller unverzichtbar. Dabei habe sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz bewährt. Gerade jetzt, wo in Ländern wie Japan und Frankreich ähnliche Entscheidungen zur Energiewende herbeigeführt werden, seien die jüngsten Äußerungen in Deutschland nicht förderlich, sondern führten zu Verunsicherung.

dpa

Margit Kautenburger 16.09.2012
Klaus Wallbaum 12.09.2012
Saskia Döhner 10.09.2012