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Niedersachsen Interesse an Briefwahl wächst
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10:57 07.09.2013
In Niedersachsen gibt es starkes Interesse an der Briefwahl. Quelle: dpa
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Hannover

Die Zahl der Briefwähler in Niedersachsen wächst: Rund zwei Wochen vor der Bundestagswahl melden die meisten Städte in einer dpa-Umfrage, dass sie bei der Stimmabgabe vorab per Brief eine steigende Tendenz verzeichnen. So gibt es in Hameln rund 1600 Briefwähler mehr als zum selben Zeitpunkt vor vier Jahren, sagte ein Stadtsprecher. Auch SPD-Parteichef Sigmar Gabriel gab in Goslar zusammen mit seiner Frau schon seine Stimme ab.

In einigen Städten werden noch freiwillige Wahlhelfer gesucht, etwa in Hannover, Osnabrück, Oldenburg und Göttingen. Die Stadtverwaltungen sind aber optimistisch, rechtzeitig genügend Helfer zu finden. "Wir sind noch nicht komplett, wollen aber wie bisher ohne Zwangsverpflichtungen auskommen", sagte ein Sprecher der Stadt Hannover, die 3900 Wahlhelfer braucht.

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Auch in Osnabrück fehlen noch 30 Wahlhelfer, die Stadt hofft aber, diese bis kommende Woche zu finden. Das Interesse an der Briefwahl ist dort sehr groß: "Die Tendenz ist steigend, immer mehr Menschen nutzen diese Möglichkeit", sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen. Da in Osnabrück wie auch in Hannover parallel zur Bundestagswahl ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird, hat die Stadt auch die Organisation einer eventuellen Stichwahl zwei Wochen später im Blick. Dann müssen erneut tausende Wahlhelfer in Niedersachsen mobilisiert werden.
In Hannover bewegt sich das Interesse an der Briefwahl bisher auf dem Niveau von 2009, dort wurden bis Freitag 27 000 Briefwahlscheine ausgegeben. "Dadurch, dass Bundestagswahl ist, dürfte auch die Beteiligung an der OB-Wahl deutlich höher sein", sagt Stadtsprecher Dennis Dix.
Auch aus Lüneburg meldet Stadtsprecher Daniel Steinmeier eine starke Nachfrage nach einer Stimmabgabe vorab per Brief. 5000 Menschen hätten dies bislang beantragt, das Interesse sei sehr hoch. Wahlhelfer werden dort nicht mehr gesucht, im Gegenteil: Es gibt sogar eine Warteliste mit Nachrückern.

Hamelns Stadtsprecher Thomas Wahmes sagte: "Der Andrang für die Briefwahl ist enorm." Im Kreis Hameln-Pyrmont wird am 22. September auch ein neuer Landrat gewählt, Wahlhelfer gibt es in der Rattenfängerstadt genug, allerdings fehlen noch Helfer für eine mögliche Stichwahl am 6. Oktober.

Auch in Oldenburg gibt es einen starken Trend zur Briefwahl. "Bis zum Donnerstag haben wir 9000 Wahlscheine ausgegeben", sagte Stadtsprecher Andreas van Hooven. 2009 waren es 15.000, dieses Ergebnis könne wohl wieder erreicht werden, meinte van Hooven. Auch bei den Wahlhelfern dürfte alles gut gehen. "Wir werden alle Plätze besetzen können, aber wir suchen noch 20 Freiwillige für den Wahltag, die wir morgens früh anrufen können, falls jemand ausfällt."

Gut ausgestattet mit Wahlhelfern ist Bremen, nur vereinzelt fehlen dort noch Leute, sagte Barbara Rösel vom Statistischen Landesamt. Die Nachfrage nach der Briefwahl ist in Bremen vergleichbar mit der bei der Bundestagswahl 2009, bis Donnerstag gingen dort 33 000 Anträge ein.
Wolfsburg sucht keine Wahlhelfer mehr, dort stehen sogar schon Nachrücker bereit. Die Briefwahl wird auch dort sehr gut angenommen, es gingen schon mehr Anträge ein als zum selben Zeitpunkt vor vier Jahren eingegangen, sagte Sprecherin Elke Wichmann.

In Braunschweig steigt ebenfalls der Wunsch, seine Stimme vorab abzugeben: Dort wurden bis Donnerstag gut 23 500 Briefwahlunterlagen ausgegeben, rund 20 Prozent mehr als 2009 zum selben Zeitpunkt, teilte Sprecher Adrian Foitzik mit.

In der Stadt Göttingen hatten Mitte vergangener Woche bereits 9200 Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, etwas mehr als 2009. Auch dort werden noch Freiwillige gesucht, die als Wahlhelfer arbeiten können. Eine Reserve für kurzfristige Absagen sei hilfreich, erklärte Sprecher Hartmut Kaiser.

Mehr Informationen zur Briefwahl finden sie hier.

dpa

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