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Niedersachsen Corona: Landesregierung macht mehr Tempo beim Impfen
Nachrichten Politik Niedersachsen

Corona: Niedersachsen will mehr Erstimpfungen und ändert Strategie

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14:06 09.02.2021
Niedersachsen erwartet verlässlichere Impfstoff-Lieferungen.
Niedersachsen erwartet verlässlichere Impfstoff-Lieferungen. Quelle: Sven Hoppe/dpa
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Hannover

Die Landesregierung will mehr Tempo bei den Corona-Impfungen machen und dazu die bisherige Impfstrategie ändern. Das hat der Leiter des Krisenstabes, Heiger Scholz, am Dienstag mitgeteilt.

Bislang hält Niedersachsen von allen gelieferten Impfstoffen die Hälfte zurück, um mit diesem Vorrat die Zweitimpfungen zu gewährleisten. Erst eine zweite Impfung sichert einen umfassenden Schutz gegen das Coronavirus. Künftig will das Land nur noch jede dritte Impfdosis zurückhalten, sagte Scholz. So stehe mehr Impfstoff für Erstimpfungen zur Verfügung.

Niedersachsen im bundesweiten Vergleich hinten

Die Änderung sei möglich, weil die Zusagen insbesondere von Biontech/Pfizer eine verlässlichere Lieferung mit Impfstoff versprächen, sagte Scholz. Von Astrazeneca sei so viel Impfstoff zu erwarten, dass eine Rückstellung nicht notwendig sei – zumal der Zeitraum bis zur erforderlichen Zweitimpfung mit diesem Mittel sehr lang sei.

Im bundesweiten Vergleich nimmt Niederachsen bei den Erstimpfungen derzeit einen der hinteren Plätze ein. Die Kurskorrektur werde sicherlich dazu führen, dass Niedersachsen in diesem Bereich aufholen werde, sagte Scholz. Allerdings gehe es nicht um einen Wettbewerb zwischen den Bundesländern, betonte Regierungssprecherin Anke Pörksen.

 

 

Wann endet der Corona-Lockdown?

Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder über weitere Corona-Maßnahmen entscheiden, die ab 15. Februar gelten sollen. Dann sollen auch erstmals belastbare Daten über die Verbreitung der Virusmutationen in Deutschland vorliegen.

Lesen Sie auch: Niedersachsen stellt Stufenplan für Lockerungen vor

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wünscht sich dabei ein bundeseinheitliches Vorgehen, sagte Pörksen. Die niedersächsische Regierung hat selbst einen Stufenplan für Lockerungen als Vorschlag erarbeitet.

Von red