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Niedersachsen In Niedersachsen fehlen kleine Wohnungen
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21:58 24.06.2013
Von Klaus Wallbaum
In größeren Städten Niedersachsens, wie Hannover, wächst die Nachfrage nach kleinen Wohnungen.
In größeren Städten Niedersachsens, wie Hannover, wächst die Nachfrage nach kleinen Wohnungen. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass es einen „anhaltenden Trend zu kleineren Haushalten“ gibt. Vor allem ältere Menschen bevorzugten Ein- oder Zweizimmerwohnungen. Größere Wohnungen hingegen seien künftig weniger stark gefragt.

Die N-Bank präsentierte ihre Analyse gemeinsam mit der für den Wohnungsbau zuständigen Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD). N-Bank-Vorstand Sabine Johannsen geht von einer erheblichen Veränderung der Lebensumstände in Niedersachsen aus. Bis 2030 werde die Einwohnerzahl des Landes vermutlich um vier Prozent, das sind 345 000 Menschen, abnehmen.

Das Bild ist regional sehr unterschiedlich geprägt. Teilweise deutliche Zuwächse der Bevölkerung gebe es in den größeren Städten wie Hannover und Braunschweig, aber auch im südlichen Hamburger Umland und in den Kreisen Vechta und Oldenburg, die sich durch eine sehr gute Beschäftigungslage und relativ hohe Geburtenrate auszeichneten. Die größten Rückgänge in der Bevölkerung seien hingegen im Harz und im Weserbergland, in der Leineregion, im Wendland und an der Küste zu erwarten.

Nachfrage nach preiswerten Angeboten steigt stetig

Herausforderungen ergäben sich daraus vor allem für die Städte, sagt Johannsen: „Zwar ist in Niedersachsen die Grundversorgung mit Wohnraum gesichert. In den Städten aber steigt die Nachfrage nach preiswerten Angeboten stetig an.“ Die Großstädte in Niedersachsen seien mit ihrem Mietniveau von maximal 7,50 je Quadratmeter (in Hannover 6,20 Euro) aber noch weit entfernt von Verhältnissen in Hamburg oder München, wo bis zu 13 Euro verlangt werden.

Die Forderung nach einer Mietpreisbremse in diesen Städten wird auch von Sozialministerin Rundt nicht erhoben. Gleichwohl stellt die Untersuchung fest, dass es etwa in Hannover immer schwieriger wird, kleine Wohnungen zu einem günstigen Preis zu bekommen. Die N-Bank verzeichnet auch eine steigende Nachfrage nach barrierefrei zugänglichen Wohnungen, also solchen ohne Treppenstufen. Viele ältere Menschen peilten das an. Vor allem in Niedersachsens Wachstumsregionen gebe es in den kommenden Jahren ein Investitionspotenzial von drei Milliarden Euro.

Sozialministerin Rundt sagte der HAZ, der soziale Wohnungsbau sei besonders wichtig. Dabei sollten ältere Menschen und Behinderte unterstützt werden. In Hannover bräuchten zudem Obdachlose Hilfe, die zurück in eine Wohnung wollten. Insgesamt aber blieben die Mietsteigerungen unterhalb der Preissteigerung – also verhalten.

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