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Niedersachsen Wulff: Nationalismus ist Gefahr für Frieden in Europa
Nachrichten Politik Niedersachsen Wulff: Nationalismus ist Gefahr für Frieden in Europa
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00:16 02.04.2019
Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Quelle: Jan Woitas/dpa
Wolfsburg

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat die Deutschen aufgefordert, angesichts des erstarkenden Nationalismus wieder mehr für Frieden und Freiheit in Europa zu kämpfen. „Ich bitte sie, für dieses Europa zu streiten, für die liberale Demokratie zu streiten, für die bunte Republik Deutschland einzutreten“, sagte Wulff am Sonnabend beim Niedersachsentag der Jungen Union in Wolfsburg. Dafür lohne sich jede Anstrengung. „Wenn es Europa gut geht, geht es uns auch gut.“

Wulff: „Wenn Macron scheitert, ist die EU in Gefahr“

Wulff forderte von der Politik in Deutschland mehr Unterstützung für die jüngsten Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Reform der Europäischen Union. Macron sei die letzte Chance für Frankreich und Europa – die letzte Chance, um die Rechtspopulistin Marine le Pen zu verhindern. „Wenn Macron scheitert, ist die EU in Gefahr“, sagte Wulff.

Junge Leute hätten heute vielleicht manchmal das Gefühl alles sei gottgegeben und selbstverständlich. Aber erst seit 30 Jahren gebe es Frieden, Freiheit und Wohlstand in ganz Europa. „Das ist ein Wimpernschlag in der Europäischen Geschichte“, sagte Wulff. Er forderte die Bürger auf, wachsamer zu sein und bei der Europawahl im Mai ein Zeichen zu setzen. „Die Demokratie ist die schwächste aller Staatsformen, wenn sie angegriffen wird.“

Ex-Bundespräsident fordert mehr Leistungsbereitschaft

Der frühere Bundespräsident nannte in seiner Rede den Terrorismus, die Globalisierung und die Digitalisierung als größte Herausforderungen der Gegenwart. Er kritisierte, dass es in Deutschland ein krasses Missverhältnis zwischen der „phänomenalen Wirtschaftslage“ und der zunehmenden Missstimmung in der Bevölkerung gebe. „Wir brauchen eine Art Aufbruchstimmung in unserem Land“, sagte Wulff. Er vermisse in Deutschland auch die Leistungsbereitschaft – im Vergleich zu anderen Ländern. „Wir müssen wieder mehr ins Gelingen verliebt sein.“

Wulffs Rede in Wolfsburg war der erste größere Parteiauftritt seit seinem Rücktritt als Bundespräsident im Jahr 2012. Er wurde von den mehr als 400 Teilnehmern im Congresszentrum frenetisch gefeiert. „Wir in der Jungen Union wissen, das man auch zu seinen Leuten steht, wenn ein bisschen Wind von vorne kommt“, sagte der neue Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, bei der Begrüßung von Wulff. „Einmal JUler, immer JUler.“

Von Marco Seng

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