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Niedersachsen Niedersachsens Ex-Wirtschaftsminister Peter Fischer gestorben
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00:16 08.02.2019
Der frühere Wirtschaftsminister Peter Fischer (M.), hier bei einer Einweihung im Jahr 1992. Quelle: Foto: Andre Spolvint
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Hannover

Niedersachens früherer Wirtschaftsminister Peter Fischer ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren in seiner Wahlheimat Cuxhaven. Innerhalb der niedersächsischen SPD war Fischer sowohl vom Auftreten als auch vom Habitus stets eine Gentlemanerscheinung. Vielleicht lag es auch daran, dass der promovierte Volkswirt, der in Göttingen studiert hatte, an der London School of Economics seinen letzten akademischen Schliff bekam.

Für die Weltausstellung geworben

Fischer arbeitete nach Abschluss des Studiums im niedersächsischen Wirtschaftsministerium und in der Landesvertretung in der damaligen deutschen Hauptstadt Bonn, wo er ins Bundesbauministerium wechselte. 1980 wurde der gebürtige Berliner zum Dezernenten in Hannover gewählt, wo er auch das Abitur abgelegt hatte. Zehn Jahre lang wirkte der Fischer, der bereits 1962 in die SPD eingetreten war, als Wirtschaftsdezernent in der Rathaus-Spitze, bis ihn Gerhard Schröder 1990 in sein Landeskabinett berief. In Hannover hatte er unter anderen die Bewerbung um die Weltausstellung vorangetrieben sowie den Medical-Park an der MHH und das Transplantationszentrum gefördert. Fischer blieb zehn Jahre lang Landeswirtschaftsminister, auch nachdem Schröder als Bundeskanzler nach Bonn wechselte und sein Kabinettskollege Gerhard Glogowski neuer Ministerpräsident wurde. Nach dem Rücktritt Glogowskis, der nach nur einem Jahr von Sigmar Gabriel abgelöst wurde, endete auch für Fischer die Ministerzeit.

Hinter den Horizont geblickt

„Hinterm Horizont geht’s weiter“, sei sein Lebensmotto gewesen, hat Fischer einmal in einem Interview gesagt. Nach der Hochzeit mit seiner zweiten Frau Erika zog es Fischer in deren Heimatstadt Cuxhaven. Hier engagierte sich der Freund humorvoller Gedichte sehr dafür, dass ein kleines Museum für den Dichter Joachim Ringelnatz entstand, der Anfang des 20. Jahrhunderts als Marinesoldat an der Elbmündung stationiert war. Fischer konnte selbst gut Ringelnatz-Gedichte vortragen. Von 2002 bis 2016 war er Präsident der Verkehrsinitiative Pro Mobilität, einer Lobbyorganisation, die sich für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur einsetzt.„Peter Fischer habe ich immer sehr geschätzt, wir kannten uns seit etwa 35 Jahren“, sagt Niedersachsens derzeitiger Ministerpräsident Stephan Weil. Er sei ein anerkannter und erfolgreicher Minister gewesen. Fischers Herz habe für das „Mobilitätsland Niedersachsen“ geschlagen. Das stellte Fischer immer wieder persönlich unter Beweis: Um eine neue Stadtbahnlinie in Langenhagen zu eröffnen, setzte der passionierte Motorradfahrer sich auch gern selbst ans Steuerpult.

Von Michael B. Berger

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