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Niedersachsen Greenpeace blockiert Castor-Strecke mit Fahrzeug
Nachrichten Politik Niedersachsen Greenpeace blockiert Castor-Strecke mit Fahrzeug
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12:37 28.11.2011
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Gorleben

Nach der Schiene ist vor der Straße: 20 Kilometer trennen den Castor-Transport noch von seinem Ziel in Gorleben. Doch die Strecke bis zum Atommüll-Zwischenlager kann es in sich haben: Noch während die elf Behälter im Umladebahnhof Dannenberg am Montagvormittag auf Speziallastwagen verladen wurden, sah sich die Polizei rund um Gorleben ersten Straßenblockaden gegenüber. Mit dem Ende der Verladeaktion wurde im Tagesverlauf gerechnet.

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Mit einem Lieferwagen blockierten seit dem frühen Morgen vier Greenpeace-Mitglieder eine Straße. Sie wollen damit eine mögliche Route für den Konvoi mit Atommüll so lange wie möglich blockieren. Einsatzkräfte sollen laut Augenzeugen den zugeschweißten Kofferraum des Transporters aufgebrochen haben. Schließlich hätten sich die Atomkraftgegner mit einer Art Metallkasten in der Straße verankert. Zudem protestierten nach Angaben einer Anti-Atom-Initiative rund tausend Menschen mit einer Sitzblockade bei Gorleben gegen die strahlende Fracht aus deutschen Atomkraftwerken.

Der Castor-Zug war am Mittwoch in Frankreich gestartet. Nach 109 Stunden erreichte der Konvoi am frühen Montagmorgen den Umladehof in Dannenberg. Damit war der Castor-Transport nicht nur der letzte mit hoch radioaktivem Müll aus Frankreich, sondern auch länger unterwegs als jeder andere zuvor. Atomgegner hatten den Zug trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen mehrmals gestoppt und die Weiterfahrt verzögert.

Dabei wird auch die aktuelle Strahlung gemessen. Laut Greenpeace liegt diese seit der Ankunft des Castor-Transports am Morgen über 600 Mal höher als wenige Stunden zuvor. „Zwar liegt die Strahlung damit vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Die zulässige Jahresdosis an Radioaktivität würde aber in direkter Nähe der Behälter innerhalb weniger Stunden erreicht“, heißt es in einer Mitteilung.

Wenige hundert Meter vor der Verladestation in Dannenberg hatte der Zug zunächst noch über eine Stunde auf den Gleisen gestanden. Erst dann wurde damit begonnen, die Waggons in die Anlage zu rangieren. Deutschland ist verpflichtet, den Müll der deutschen Atomkraftwerke wieder zurückzunehmen.

Wann der Transport in Gorleben eintrifft, ist noch unklar. Der letzte Streckenabschnitt nach Gorleben kann nur auf der Straße zurückgelegt werden. Beobachter der Verladeaktion rechneten damit, dass der Konvoi am Nachmittag startklar sein könnte. 

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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