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Niedersachsen Langzeitstudenten müssen weniger zahlen
Nachrichten Politik Niedersachsen Langzeitstudenten müssen weniger zahlen
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09:48 23.05.2013
Von Juliane Kaune
Von den Einnahmen aus den Langzeitstudiengebühren werden den Hochschulen auch künftig bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Quelle: dpa
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Hannover

Die Gebühren für sogenannte Langzeitstudenten würden deutlich gesenkt, kündigte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) an. Zudem müssen die Langzeitstudenten nicht wie bisher schon nach vier, sondern erst nach sechs zusätzlichen Semestern zahlen. „Damit wollen wir den tatsächlichen Lebensumständen der Studierenden stärker als bislang Rechnung tragen“, sagte die Ministerin. Die Änderungen sollen – je nach Haushaltslage – bereits zum Sommersemester 2014 oder erst zum Wintersemester 2014/15 in Kraft treten.

Nach Auskunft des Ministeriums sind landesweit rund 9000 Langzeitstudenten immatrikuliert. Bisher müssen sie für das erste und zweite überschrittene Semester jeweils 600 Euro zahlen, das dritte und vierte Semester kostet jeweils 700 Euro. Ab dem fünften Semester sind sogar 800 Euro fällig. Nach den Plänen der Landesregierung sollen künftig nur noch einheitliche 500 Euro Langzeitgebühren pro Semester anfallen. Zudem sollen bei der Festlegung, ab wann diese fällig werden, bestimmte Kriterien berücksichtigt werden. Wenn Studenten ein Kind erziehen, pflegebedürftige Angehörige betreuen oder in Hochschulgremien aktiv sind, können diese Zeiten entsprechend angerechnet werden.

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Von den Einnahmen aus den Langzeitstudiengebühren werden den Hochschulen auch künftig bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Dieses Geld soll eingesetzt werden, damit Bummelstudenten schneller fertig werden können. Bei den Haushaltsberatungen im Juli entscheidet das Kabinett, ob die Studiengebühren – wie ursprünglich geplant – erst zum Wintersemester 2014/15 oder schon zum nächsten Sommersemester abgeschafft werden können. Damit ändern sich dann auch die Vorgaben für die Dauerstudenten.