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Niedersachsen Kohlepakt soll Helmstedt helfen
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00:16 01.02.2019
Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD). Quelle: dpa
Hannover

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat davor gewarnt, den von der Kohlekommission gefundenen Kompromiss zum Ausstieg aus der Kohleproduktion wieder aufzuschnüren. Lies sprach von einem „historischen Kompromiss“, der auch Niedersachsen große Chancen biete, da hier der Anteil von Erneuerbaren Energien bereits 60 Prozent betrage.

Die Kommission, in der auch Lies Mitglied war, hat 2038 als Jahr des Ausstiegs benannt und Strukturförderung für die betroffenen Regionen empfohlen. Lies rechnet damit, dass auch Projekte im Helmstedter Revier, in dem bis 2016 Kohle gefördert worden ist, von den Empfehlungen der Kommission profitieren werden. Wie hoch konkret die Förderung ausfallen werde, konnte Lies nicht sagen. Darüber müsse noch verhandelt werden. Aber es könne um „einige hundert Millionen“ Euro gehen, sagte der Umweltminister.

Kohlekraftwerke müssen abgeschaltet werden

Die Aktivitäten des Strukturwandels im Helmstedter Revier, das nach Lies’ Worten bis in die Regionen um Braunschweig und Wolfsburg reicht, soll künftig ein sogenannter Revierbeauftragter koordinieren. Dies wird Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier werden. Lies kündigte an, dass Projekte wie ein Technologiezentrum zur Phosphorrückgewinnung und der Entwicklung von Batterierecycling unterstützt werden würden.

Der Kohlekompromiss hat nach Worten des Umweltministers auch Folgen für die Zukunft von Kohlekraftwerken in Niedersachsen, die bis zum Jahr 2038 abgeschaltet werden müssten. Lies nannte ein Kraftwerk von enercity in Hannover und das Uniper-Kraftwerk in Wilhelmshaven. Das Uniper-Kraftwerk werde zum Gaskraftwerk umgerüstet, sagte Lies.

Von Michael B. Berger

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