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Niedersachsen Weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen: Auch Spielhallen dürfen öffnen
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18:41 22.05.2020
Die Landesregierung hat weitere Corona-Lockerungen bekannt gegeben – unter anderem für Spielhallen, Freibäder und Fitnessstudios. Quelle: dpa/RND-Collage
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Hannover

Ab Anfang kommender Woche gibt es in Niedersachsen eine Reihe von weiteren Lockerungen der strengen Corona-Bestimmungen. So dürfen Spielhallen, Fitnessstudios und Freibäder wieder öffnen, wie Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Krisenstabes, am Freitag mitteilte. Chöre und Blasorchester können proben, allerdings nur in Einzelproben oder Kleingruppen bis zu vier Personen.

Sportler können langsam aufatmen

Öffnen dürfen auch Sporthallen, nachdem Sport im Freien schon länger möglich war – allerdings nur unter den gültigen Abstands- und Hygieneregelungen. Schwimmhallen bleiben vorerst weiter geschlossen, hier peilt die Landesregierung nach ihrem Stufenplan eine Öffnung zum 8. Juni an. Freibäder können ab kommenden Montag öffnen, allerdings auch nur unter strengen Hygienevorschriften. Mannschaftssport ist nur für Berufssportler erlaubt, also Profis der 1., 2. und 3. Liga, erläuterte Schröder. Grundlage sei ein Hygienekonzept. „Kontaktlose“ Sportarten sind erlaubt, allerdings muss hier ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Zuschauer bleiben ausgeschlossen.

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Hotels und Tourismus

Die Beschränkung der Angebote von Hotels wird von 50 auf 60 Prozent hochgesetzt, was die touristische Nutzung betrifft. Hotels, die ausschließlich Geschäftsreisende übernachten ließen, könnten „rein theoretisch“ auch zu 100 Prozent ausgelastet sein, sagte Schröder. Eine Wiederbelegungsfrist, wie es sie etwa für Ferienwohnungen gebe, sei für Hotels nicht vorgegeben. Die bisherige Vorgabe, dass Restaurants maximal die Hälfte der Plätze vergeben dürfen, entfällt. Wieder erlaubt seien ab Montag auch Schiffsfahrten zu touristischen Zwecken, das betreffe etwa Weser-Dampfer, Kutschfahrten oder Seilbahnfahrten, allerdings auch unter Auflagen. So müssen Seilbahnfahrer Mundschutzmasken tragen, die Bahnen dürfen nur zur Hälfte ausgelastet fahren.

Behinderteneinrichtungen können öffnen

Wieder öffnen können ab Montag Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, aber nur bis zu einer Auslastung von 50 Prozent. Auch Einrichtungen der Tagespflege für ältere Menschen dürften wieder starten, sagte Schröder, ebenfalls mit der Hälfte der Plätze. Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten können öffnen, allerdings nur mit bis zu 60 Prozent der Betten. Auch Beratungsdienste der Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratungsstellen dürften wieder starten. Altenheime können neue Bewohner aufnehmen, allerdings müssen die Neubewohner sich zuvor einer vierzehntägigen Quarantäne unterziehen.

 Kontaktbeschränkungen bleiben

Die Zahl der Neuerkrankungen habe sich auf einem stabil niedrigen Niveau eingependelt, sagte Schröder. Was bleibe, seien aber die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Mitglieder aus zwei Haushalten könnten sich im öffentlichen Raum treffen, mehr nicht, betonte Schröder. Bei Hochzeiten und Beerdigungen gilt eine Obergrenze von 20 Personen. Untersagt bleiben auch touristische Busreisen – im Gegensatz zu Bus-Liniendiensten wie etwa Flixbus, erläuterte Schröder. Messen blieben untersagt, ebenso Indoorveranstaltungen in Theatern oder Kinos. Hier will die Landesregierung in ihrem Stufenplan zum 8. Juni überprüfen, ob die Verbote aufrechterhalten werden müssen.

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Von Michael B. Berger